FOREX TRADING WORLD

Forex Methoden

Die Trader des Forex-Marktes benutzen zwei Hauptarten der Analyse – fundamentale Analyse und technische Analyse. Die fundamentale Analyse setzt man ein, um Bewegungen des Währungskurses auf Grundlage von politischen und wirtschaftlichen Indikatoren vorauszusagen. Die technische Analyse benutzt dafür geschichtlich-wirtschaftliche Angaben.

Viele Trader des Forex-Marktes verlassen sich bei der Planung ihrer Marktstrategien auf die Analyse. In diesem Artikel werden wir die fundamentale Analyse erläutern. Dieser Artikel soll Ihnen das Wesentliche der fundamentalen Analyse und ihre Anwendung für Ihre Strategie vermitteln.

Grundlage der fundamentalen Analyse bilden Veränderungen in Wirtschaft und Politik. Diese Veränderungen beeinflussen oft Währungspreise. Die Trader, die fundamentale Analyse durchführen, sammeln Informationen aus verschiedenen Nachrichtenquellen. Sie sind auf der Suche nach Informationen über Prognosen zur Arbeitslosigkeit, politische Ideologien, Inflation und Preisanstieg.

Die Fundamentale Analyse gibt Ihnen einen Überblick über Veränderungen der Währungspreise und die allgemeine wirtschaftliche Situation. Die Mehrzahl der Trader stellt die Ergebnisse der fundamentalen und technischen Analyse gegenüber, um Einstiegs- und Ausstiegspunkte festzulegen und um die Ergebnisse der fundamentalen Analyse zu bestätigen.

Wie viele andere Märkte, wird der Forex-Markt über Angebot und Nachfrage gesteuert. Viele wirtschaftliche Faktoren, allen voran der Zinssatz und die Wirtschaftsstabilität, können Angebot und Nachfrage beeinflussen. Die Stabilität der Wirtschaft wird durch Kennwerte des Bruttoinlandsproduktes, der Handelsbilanz und der ausländischen Investitionen bestimmt.

Es existieren viele wirtschaftliche Kennzahlen, die von der Regierung und wissenschaftlichen Einrichtungen veröffentlicht werden. Diese Kennzahlen werden gewöhnlich monatlich und in einzelnen Fällen wöchentlich veröffentlicht. Sie gelten als äußerst zuverlässige Angaben zur wirtschaftlichen Situation und werden von allen Tradern aufmerksam verfolgt.

Es werden zahlreiche Kennziffern veröffentlicht, doch zu den wichtigsten und meist berücksichtigten gehören: Zinssatz, internationaler Handel, Verbraucherpreisindex, Aufträge auf langlebige Waren, Index der Erzeugerpreise, Aufträge auf Waren für den Einzelhandel.

Zinssatz: Eine Währung kann mehr oder weniger hart sein, je nach der Veränderung des Zinssatzes. In manchen Fällen zieht hoher ein Zinssatz Geld aus dem Ausland an. Gleichzeitig veranlasst die Erhöhung des Satzes Börseninvestoren oft dazu Wertpapiere zu verkaufen. Sie tun das in der Annahme, dass der steigende Kreditpreis auf viele Unternehmen einen negativen Einfluss ausüben wird. Verkaufen genug Investoren ihre Anteile kann das zu einem Abschwung auf dem Markt führen und die Wirtschaft negativ beeinflussen.

Welches dieser Ereignisse eintritt, hängt von vielen Faktoren ab, doch die Wirtschaftsbeobachter sind sich in der Regel in ihrer Vorhersage über den Einfluss der Änderungen des Zinssatzes auf die Wirtschaft und den Währungspreis einig.

Internationaler Handel: Im internationalen Handel zählt ein Defizit der Außenhandelsbilanz (wenn mehr Waren eingeführt, als ausgeführt werden) zu den negativen Kennziffern. Defizit der Handelsbilanz bedeutet, dass mehr Geld das Land verlässt (als ins Land eingeführt wird), um ausländische Waren zu kaufen. Dies kann zu einer Währungsabwertung führen. Dies geschieht auch, obwohl in der Regel Ungleichmäßigkeiten im Handel bei der Marktanalyse bereits berücksichtigt werden. Ist ein Defizit der Außenhandelsbilanz der Normalzustand für ein Land, wird es den Währungspreis kaum beeinflussen. Sollte der Fehlbetrag im Außenhandel die Erwartungen des Marktes überschreiten, kann sich der Währungspreis ändern.

Die Bestimmung des Existenzminimums (Verbraucherpreisindexes) und der Preise für Investitionsgüter gehören auch zu den wichtigen Kennziffern. Sie sollten außerdem das Bruttoinlandsprodukt, das den Wert aller innerhalb des Landes produzierten Waren und Dienstleistungen bemisst, und das Geldaggregat M2, das die gesamte Geldmenge im Land festlegt, in Betracht ziehen.

Allein in den USA gibt es 28 grundlegende Kennziffern, die großen Einfluss auf den Finanzmarkt ausüben und daher aufmerksam verfolgt werden sollten. Diese Angaben sind in vielen Internetressourcen zugänglich und werden auch von vielen Brokern zur Verfügung gestellt.

Die technische Analyse bildet die zweite Form der Wirtschaftsanalyse. Technische Analyse stützt sich auf folgende Annahmen:

  • 1. Preisbewegungen sind das Ergebnis einer Gesamtheit von Marktkräften. Auf Währungspreise wirken solche Faktoren wie politische Ereignisse, wirtschaftliche Bedingungen, Saisonschwankungen, Nachfrage und Angebot. Technische Analytiker beschäftigen sich nicht mit der Frage, warum sich der Markt entwickelt. Sie interessieren sich einzig für die Entwicklung an sich.
  • 2. Preise auf dem Forex-Markt folgen bestimmten Trends. Die voraussagbaren Folgen sind mit vielen allgemein anerkannten Marktmodellen verbunden.
  • 3. Um gegenwärtige Preisbewegungen vorherzusagen, kann man historisch entstandene Trends benutzen. Die Daten für den Forex-Markt wurden innerhalb der letzten 100 Jahre gesammelt. Während dieser Zeit haben sich viele Modelle heraus entwickelt. Diesen Modellen liegen menschliche Psychologie und die Reaktion der Menschen auf diese oder jene Umstände zugrunde.

Die Mehrheit der Trader hält die technische Analyse für außerordentlich wichtig, obwohl sie auch die fundamentale Analyse nutzen, um ihre auf Grundlage der technischen Analyse erarbeitete Strategie zu bestätigen. Im Unterschied zur fundamentalen kann die technische Analyse gleichzeitig für verschiedene Währungen und Märkte angewandt werden. Da die fundamentale Analyse detailliertes Wissen über die wirtschaftliche und politische Situation eines bestimmten Landes verlangt, kann ein einzelner Trader die fundamentale Analyse nur in Bezug auf einige wenige Länder anwenden.

Die Komplexität der technischen Analyse kann für einen Anfänger unüberwindbar scheinen. Dies kann zu Zweifeln an der Notwendigkeit dieser Analyse führen. Um Erfolg auf dem Forex-Markt zu erzielen, braucht man eine Strategie. Jede Strategie kann funktionieren, jedoch ist die technische Analyse ein zuverlässiges und effektives Verfahren, um Änderungen auf dem Markt vorherzusehen. Die technische Analyse gewährt keine 100-prozentige Garantie, da die Preise durch eine Menge von Faktoren bedingt werden. Aus diesem Grund wenden besonders erfolgreiche Trader eine Kombination aus der technischen und der fundamentalen Analyse an.

Ein guter Broker auf dem Forex-online Markt sollte Ihnen eine Reihe von Diagrammen bereitstellen können, um eine technische Analyse durchzuführen. Sie können ausführliche Fachdiagramme kaufen. Diese Informationen werden normalerweise gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung gestellt. Außerdem ist kostenlose Software erhältlich, die bei der Erstellung von Diagrammen und graphischen Darstellungen hilft. Diagramme umfassen bestimmte Zeiträume und enthalten einige analytische Berechnungen. Diese Diagramme geben einen weiten Überblick, können aber auch Einzelheiten erläutern. Gute Diagramme werden zeitnah erneuert und können auf der Website Ihres Brokers untergebracht sein oder Teil seiner Software sein.

Bevor Sie Ihre Tätigkeit an der Börse aufnehmen, lernen Sie den Markt und seine Trends erst eine Zeit lang kennen. Die Mehrheit der Broker bietet Probekonten an. Indem Sie ein Probekonto eröffnen, können Sie sich im Handel üben, ohne wirkliches Geld anzulegen – die imaginären Transaktionen verlaufen genau wie in der Wirklichkeit.

Im Abschnitt zwei dieses Artikels werden verschiedene Typen von Diagrammen und technischen Kennziffern erläutert.

Die Preisdiagramme können Linien- und Säulendiagramme aber auch so genannte Candlestick-Charts sein. Diese Diagramme zeigen das Preisniveau innerhalb der unterschiedlichen Zeitabschnitte. Diese Zeitabschnitte können allem zwischen Minuten- und Jahresabschnitten entsprechen.

Die Lineardiagramme sind am leichtesten zu verstehen und stellen eine Gesamtübersicht der Preisbewegung dar. Sie zeigen nur den Finalpreis für einen bestimmten Zeitabschnitt und ermöglichen es Muster und Trends zu erkennen, geben aber keine detaillierte Vorstellung der Abläufe, wie es Säulendiagramme oder Candlestick-Charts erlauben.

Die Linienlänge auf in einem Säulendiagramm zeigt den Spread zwischen Maximal- und Minimalpreis innerhalb des gegebenen Zeitabschnittes an. Je länger die Säule, umso größer ist der Spread. Ein Blick genügt, um Senkung oder Anstieg des Preises festzustellen, denn links wird der Anfangspreis und rechts der Endpreis angezeigt. Es ist also auch die Preisvariation zu erkennen. Während ausgedruckte Diagramme schlecht leserlich sind, so besitzen die meisten Software-Diagramme eine Zoom-Funktion. Dies erlaubt auch das Lesen eng beieinander stehender Säulen.

Candlestick-Charts wurden in Japan zwecks Analyse von Verträgen erarbeitet und erwiesen sich als ausgesprochen nützlich bei der Preisanalyse auf dem Forex-Markt. Candlestick-Charts ähneln Säulendiagrammen – beide zeigen den Maximal- und Minimal-, Anfangs- und Schlusspreis innerhalb des bestimmten Zeitabschnittes. Gleichzeitig macht der Farbschlüssel das Lesen eines Candlestick-Charts viel einfacher. Normalerweise bedeutet grün, dass der Preis steigt, und rot, dass der Preis sinkt.

Die Form des Candlesticks verrät, im Vergleich zu den anderen Candlesticks, viel über die Preisbewegung und ist sehr hilfsreich bei der Analyse. Je nach Preis-Spread nimmt der Candlestick verschiedene Formen an. Viele dieser Formen haben merkwürdige Bezeichnungen, doch sobald Sie die Muster kennengelernt haben, werden Sie sie leicht erkennen und analysieren können.

Die Diagramme allein haben wenig Wert für die Analyse – sie müssen durch technische Kenndaten bekräftigt werden. Man teilt technische Kenndaten gewöhnlich in recht umfangreiche Kategorien auf. Folgende Kennziffern sind besonders verbreitet bei der Analyse des Marktes und seiner Entwicklung: Trendwerte, Intensitäts-, Volatilitäts- und Zyklusindikatoren.

Nachstehend finden Sie eine Liste der am meisten angewandten Indikatoren samt einer kurzen Beschreibung:

  • 1. Average Directional Movement Index (ADX) Dieser Index zeigt an, ob der Markt sich in Übereinstimmung mit einem Trend (in dieser oder jener Richtung) entwickelt und inwieweit dieser Trend ausgeprägt ist. Überschreitet der Index die Kennziffer 25, heißt es, dass der Index relativ stark ist.
  • 2. Moving Average Convergence/Divergence (MACD) Dieser Indikator zeigt Zusammenhänge zwischen durchschnittlichen Entwicklungsrichtungen und verdeutlicht somit die Bewegungskräfte auf dem Markt. Sobald die Signallinie den MACD schneidet, haben wir es auf dem Markt mit schnell steigenden Preisen zu tun.
  • 3. Stochastic Oscillator Er vergleicht den Finalpreis mit der Preisdifferenz innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes. Dies erlaubt festzustellen, ob die Preise auf dem Markt steigen oder sinken. Überschreitet die Kennziffer für eine bestimmte Währung den Wert 80 gilt sie als überkauft. Liegt diese Kennziffer unter 20 gilt sie als unterboten.
  • 4. Relative Strength Indicator (RSI) Er stellt eine Skala mit den Werten von 1 bis 100 dar und dient dem Vergleich von hohen und niedrigen Preisen innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes. Überschreitet dieser Index den Wert 70 gilt er als überkauft. Kennzahlen unter 30 deuten auf einen Überverkauf hin.
  • 5. Moving Average (durchschnittlicher Gleitwert) Er wird durch den Vergleich des durchschnittlichen Preises innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes mit den durchschnittlichen Preisen im Laufe von anderen Zeitabschnitten errechnet.
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