Forex kennenlernen
Forex Trading nennt man auch „die neue, aufregende Investitionsmöglichkeit des findigen Investors“. Der Grund dafür besteht darin, dass der Forex-Markt erst im Jahre 1978 ins Leben gerufen wurde, als die Kurse der weltführenden Währungen in Abhängigkeit zu Nachfrage und Angebot gestellt wurden, ein Jahr nach der Abschaffung des Gold-Standards. Bis ins Jahr 1995 war der Handel auf dem Forex-Markt nur für Banken und große multinationale Unternehmen zugänglich. Heute kann sich jedermann diesem gewinnbringenden Markt anschließen, dank der rapiden Verbreitung von Computern und des neuen Zeitalters der Internet-Kommunikation. Kein Markt erlebt einen derart stürmischen, unvorhergesehenen und explosiven Aufschwung wie der Forex-Markt.
Im Unterschied zum traditionellen Handel, bei welchem die Verkäufer und Käufer an einem bestimmten Ort zusammenkommen (Handelsplatz), braucht der Forex-Handel so etwas nicht. Forex ist ein Markt, auf dem die Trader aus der ganzen Welt ihre Geschäfte mit Hilfe von Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen abwickeln. Das Internet gewährleistet den Zutritt zu den von den Banken ermittelten Kursen der ausländischen Währungen über Depositär-Verteilungszentren für den Forex-Markt (auch bekannt als Brokerfirmen des Forex-Marktes). Forex ist nicht nur der sich weltweit am schnellsten entwickelnde, sondern auch der lukrativste Markt.
Mit anderen Worten ist Forex am gewinnbringendsten, weil er der größte Weltmarkt ist. Jeden Tag werden auf dem Devisenmarkt Geschäfte im Wert von 1,2 Billionen Dollar getätigt (dies folgt aus einer Studie der Zentralbank über das Funktionieren des Marktes für ausländische Währungen und ihrer Derivate aus dem Jahre 1998. Man kann mit Zuversicht behaupten, dass diese Kennziffer jetzt viel höher liegt). Jeden Tag ist der Markt für ausländische Währungen wesentlich aktiver als die Börse: 75 mal soviel als an der New Yorker Börse, wo der durchschnittliche tägliche Umsatz von ausländischen und einheimischen Aktien $16 Milliarden ausmacht (nach Ergebnissen aus dem Jahre 1998) und um das vielfache aktiver als an der Londoner Börse ($11 Milliarden).
Mehr noch, neben seinem Statut als größter und lukrativster Markt, ist der Markt für ausländische Währungen, auch trotz negativer Indikatoren, der kontinuierlichste Markt. Denn Währungen sind, indem sie mit makroökonomischen Bedingungen eng verbunden ist, den Trends besonders stark unterworfen. Im Unterschied zu vielen Waren, bei denen sich Nachfrage und Angebot buchstäblich über Nacht ändern können (z.B. als Ergebnis der Entstehung des Internet-Handels oder, völlig überraschend, als Folge der Ereignisse am 11. September 2001), wird das Verhalten von Währungskursen wesentlich weniger den Zufälligkeiten unterzogen und bleibt vorhersehbarer. Als Beweis dafür dienen die Langsamkeit, mit der sich die Währungskurse ändern, und die Geringfügigkeit dieser Änderungen.
Andere Beispiele, die die Vorhersehbarkeit als Grundregel bestätigen, werden durch folgende Statistiken belegt: Aus dem täglichen Umsatz von $1.2 Billionen auf dem Währungsmarkt fallen 83% auf Spotgeschäfte und 95% auf Tauschgeschäfte mit dem US-Dollar. Der Euro hat mit einer Aktivität von 37% Platz 2 inne, ihm folgen der japanischer Yen mit 24% und das englische Pfund mit 10% (Plätze 3 und 4). Der Schweizer Franken ist mit 7%, kanadischer und australischer Dollar mit 3% vertreten.
Bei Spotgeschäften auf dem Forex-Markt sind Einzelinvestoren, und dies aus verständlichen Gründen, mehr auf ihre Investitionen konzentriert. Laut Definition kann eine Verschuldung aus einer Spottransaktion im Laufe von 2 Arbeitstagen ab Datum des Abschlusses beglichen werden. Somit gewährleistet der Spothandel am Forex-Markt hohe Liquidität für individuelle Trader. Eine weitere Besonderheit, die den erfahrenen Spot-Tradern gut bekannt ist, besteht in dem hohen Gewinnpotential ständiger Marktschwankungen, wenn die Währung gekauft wird, solange sie schwach positioniert ist, und verkauft, sobald ihr Wert steigt, und im ständigen Wechselverhältnis der starken Währungen mit schwachen Währungen.
Die sich ergebenden Möglichkeiten der Gewinn- oder Verlustziehung werden durch den Leverage-Effekt noch verstärkt. Der Begriff „Leverage“ beschreibt die Situation, wenn geringere Geldbeträge größere Summen unter Kontrolle haben. Beim Handel am Forex-Markt erlaubt z.B. der Leverage-Grad 100 einem Trader eine Position in Höhe von $100 000 zu halten, der nur über ein bescheidenes Depot im Wert von $1000 verfügt. Der online Tageshandel am Forexmarkt konzentriert seine Tätigkeit angesichts der erhöhten Möglichkeit des Risikomanagements beim „Ein-Tages-Trading“ und des potentiell hohen und hochliquiden Gewinnes hauptsächlich im Spothandel.
"Es gibt nicht viele Arten der Finanzindustrie, die ebenso aufregend und lukrativ sind wie der Währungskurs. Die Trader aus der ganzen Welt treten über Wochen, Tage oder auch nur Sekundenbruchteile in den Handel ein und führen damit heftige Umbrüche oder stabile Bewegungen herbei und das Geld wechselt den Besitzer rasch und der Tagesumsatz erreicht erschütternde Summen in der Höhe von 1 Billion US-Dollar. George Soros von Quantum Funds erzielte im September 1992 nach nur ein paar Tagen Arbeit einen Gewinn von über 1 Billion US-Dollar. Hans Hufschmid von Soloman Brothers, Inc. schaffte 1993 $28 Millionen. Sogar an der Wallstreet klingen diese Zahlen unglaublich".*
Trotz des hohen Handelsumsatzes und seiner Bedeutung für die Welt befindet sich der Forex-Markt selten im Fokus der Presse, da die Abwicklung der Handelstransaktionen einen weniger öffentlichen Charakter hat, als der Geschäftsbetrieb auf dem Börsenparkett. Andererseits dringt der Handel auf dem Devisenmarkt immer tiefer in das öffentliche Leben ein, da die ihm innewohnende Profitabilität und die guten Möglichkeiten für Risikomanagement immer mehr Internet-Trader anziehen. Fügen Sie das Fehlen geographischer oder zeitlicher Barrieren hinzu und Sie wissen, warum der vibrierende und aktive Forex-Markt jedem offen steht!
* "Trading in the Global Currency Markets", Cornelius Luca, 2000