Goldfutures erlitten am Freitag zunächst Verluste, aber das Edelmetall machte einen Großteil der Tagesverluste wieder wett, angesichts der Eskalation der Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine.

An der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange brach Gold zur Lieferung im Dezember am Freitag um 0,72% oder 9,50 USD auf 1.306,20 USD die Feinunze bei Handelsschluss ein. Der war zuvor mit 1.293,00 USD auf seinen tiefsten Stand seit dem 6. August gefallen.

Die Futures werden voraussichtlich bei ihrem Tief vom 6. August bei 1.288,50 USD Unterstützung finden und bei 1.321,80 USD, dem Hoch vom 14. August, auf Widerstand treffen. Auf die Woche gesehen hat der Goldpreis an der Comex einen Verlust von 0,36% oder 4,80 USD erlitten.

Gold bewegte sich von seinem Sitzungstief weg, nachdem die Ukraine mitteilte, dass ihre Truppen einen in der Nacht auf ukrainisches Gebiet vorgedrungenen, russischen gepanzerten Konvoi teilweise vernichtet hätten.

Unterdessen hatte der Generalsekretär der NATO bekanntgegeben, dass die Organisationen ein russischen "Eindringen" in die Ukraine in der Nacht vom Donnerstag beobachtet habe, was von Moskau verneint wurde.

Das Edelmetall wird in Zeiten politischer Unruhe häufig als sicherer Hafen angesehen.

Gold war zuvor in der Handelssitzung abgestoßen wurden, da gute Konjunkturzahlen aus den USA den Eindruck verstärkten, dass die Konjunktur an Fahrt gewinnt.

Der Federal Reserve zufolge, ist die Industrieproduktion in den USA im Juli um 0,4% angestiegen und schlug damit die Prognosen eines 0,3 prozentigen Zuwachses.

Ein anderer Report zeigte, dass die US-Erzeugerpreisinflation wie erwartet im letzten Monat bei 0,1% gelegen hat. Ebenfalls im Rahmen der Markterwartungen lag die Kerninflation der Erzeugerpreise, welche Lebensmittel und Energie nicht berücksichtigt, im Juli bei 0,2%.

Zudem teilte die Federal Reserve des Staates New York am Freitag mit, dass ihr Empire State Index zur Fabrikproduktion in diesem Monat anstatt wie erwartet auf 20,0 Punkte zu sinken, mit 14,69 auf seinen tiefsten Wert seit vier Monaten gefallen ist, nachdem er im Juli noch bei 25,60 gestanden hatte.

Unterdessen ist der Thomson Reuters/Universität von Michigan Index zur Verbraucherstimmung im August vorläufigen Zahlen zufolge auf ein Neunmonatstief von 79,2 gefallen, während er im Juli noch bei 81,8 gestanden hatte. Analysten waren von einem Anstieg des Indexes auf 82,5 in diesem Monat ausgegangen.

In der kommenden Woche werden die Investoren auf das alljährliche Treffen von Ökonomen und Führungskräften der Notenbank schauen, das in Jackson Hole in Wyoming vom 21. August bis 23. August stattfindet.

Im Mittelpunkt wird die Fed-Vorsitzende Janet Yellen stehen, die an dem Treffen zum ersten Mal in ihrer Rolle als Zentralbankchefin teilnehmen und am Freitag eine Rede halten wird.

Die Goldhändler werden auch das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der Strategiesitzung der Fed im Juli unter die Lupe nehmen, um weitere Hinweise auf künftige Zinserhöhungen zu erlangen.

Am Freitag veröffentlichte Zahlen der Commodities Futures Trading Commission zeigten, dass Hedgefonds- und Geldmarktmanager in der Woche zum 12. August verstärkt auf einen steigenden Goldpreis setzten.

Netto gab es 133.708 Longkontrakte, ein Zuwachs um 22,1% vom Stand von 104.111 in der Vorwoche.

Am Freitag stürzte Silber zur Lieferung im September an der Comex um 1,91% oder 38,1 US-Cent ab und beendete die Woche bei seinem niedrigsten Stand seit dem 17. Juni bei 19,52 USD die Feinunze.

Über die Woche gesehen erlitt der Silberkontrakt zum September einen Verlust 2,1% oder 42,0 US-Cent die Feinunze. Dies war die fünfte Woche in Folge mit einem Preisrückgang.

Zahlen von der CFTC zeigten, dass netto 23.506 Kaufkontrakte gezeichnet waren, während sich in der Vorwoche der Überhang an Kaufkontrakten auf 29.065 belaufen hatte.

Des Weiteren nahm im Metallhandel der Preis von Kupfer zur Lieferung im September um 0,39% oder 1,2 US-Cent zu und wurde am Freitag bei einem Stand von 3,173 USD das Pfund fixiert.

Trotz der bescheidenen Gewinne am Freitag gab der Preis von Kupfer an der Comex über die Woche gesehen um 2,2% oder 7,0 US-Cent nach, da es Anzeichen gibt, dass die Nachfrage aus China, dem größten Verbraucher des Industriemetalls weltweit, zurückgeht.

Der Preis des Metalls war am Donnerstag mit 3,082 USD das Pfund auf seinen tiefsten Stand seit dem 20. Juni gefallen, nachdem bekannt wurde, dass die chinesische Industrieproduktion im Juli mit einer Jahresrate von 9% angestiegen ist und sich damit im Vergleich zu den 9,2% im Vormonat verlangsamt hat.

Die Anlageinvestitionen, die mit dem Bausektor korreliert sind, stiegen in der Periode vom Januar bis Juli um 17,0% an und lagen damit unter den Prognosen eines Anstiegs von 17,4%.

Die Kreditvergabe chinesischer Banken und das Wachstum der Geldmenge lag im Juli ebenfalls unter den Erwartungen, was den Eindruck einer sich abschwächenden Konjunktur in dem größten Verbraucherland des Industriemetalls verstärkte.

Die Neukreditvergabe ist im vergangenen Monat auf 385,2 Milliarden Yuan gefallen, nachdem sie im Juni noch bei 1,08 Billionen Yuan gelegen hatte, während die allgemeine Liquidität mit 273,1 Milliarden Yuan auf ihren tiefsten Monatswert seit Oktober 2008 gefallen ist.

Der CFTC zufolge, saldierten sich Kupfer Long-Kontrakte in der letzten Woche auf 19.096 verglichen mit 34.330 Kontrakten in der Woche zuvor.






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