Das Pfund handelt am Donnerstag gegenüber dem Dollar bei den tiefsten Ständen seit über vier Monaten - enttäuschende Einzelhandelsumsatzzahlen aus Großbritannien drücken die Währung, während das aktuelle Sitzungsprotokoll der Fed sich positiv auf den Greenback auswirkt.

GBP/USD erreichte im europäischen Morgenhandel 1,6564, es war der niedrigste Stand des Paares seit dem 4. April. Anschließend konsolidierte das Paar bei 1,6578, ein Verlust von 0,10 Prozent.

Cable fand Unterstützung bei dem Tiefstwert von 1,6556 am 4. April und stieß beim Sitzungshoch von 1,6679 am Mittwoch auf Widerstand.

Offiziellen Angaben zufolge stiegen die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien im Juli um 0,1 Prozent, erwartet wurde ein Zuwachs um 0,4 Prozent. Die Umsatzzahlen für Juni wurden von ursprünglich 0,1 auf 0,2 Prozent Anstieg berichtigt.

Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze im letzten Monat um 2,6 Prozent an, entgegen den Erwartungen von einem Anstieg von 3,0 Prozent. Die Zahlen für Juni wurden von ursprünglich 3,6 auf 3,4 Prozent nach unten berichtigt.

Der Dollar derweil wurde durchgehend unterstützt, nachdem das am Mittwoch veröffentlichte Fed-Protokoll der Juli-Sitzung belegt hatte, dass einige der Entscheidungsträger der Ansicht sind, dass die nachhaltige wirtschaftliche Erholung und der starke Arbeitsmarkt ein erneutes Anziehen der Geldpolitik rechtfertigen könnten.

Einige der Amtskollegen wollen jedoch noch weitere Anzeichen für die Erholung der Wirtschaft, bevor die Zinsen wieder angehoben werden sollen.

Die Investoren erwarten die Ansprache der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen in Jackson Hole am Freitag und erhoffen sich Einblicke in die zukünftige Richtung der Geldpolitik.

Das Pfund schwächelt leicht im Vergleich zum Euro, EUR/GBP steigt um 0,17 Prozent nach oben und erreicht 0,8003.

Daten belegten ebenfalls, dass die Aktivität im verarbeitenden Sektor der Eurozone im August auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr zurückgegangen ist, der PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel von 51,8 auf 50,8. Wirtschaftswissenschaftler hatten einen Rückgang auf 51,3 prognostiziert.

Der Dienstleistungs-PMI fiel von 54,2 auf 53,5, dies entspricht weitgehend den Erwartungen.

Die Aktivität im verarbeitenden Sektor in Deutschland ging im August zwar auch zurück, ist jedoch nach wie vor robust, der PMI fiel von 52,4 auf 52,0. Der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor des Landes fiel von 56,7 auf 56,4.

Aktivität im verarbeitenden Gewerbe Frankreichs schrumpfte zum sechsten Monat in Folge: PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel mit 46,5 auf den tiefsten Stand seit fünfzehn Monaten, Dienstleistungs-PMI jedoch verbesserte sich auf 51,1.

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