Der US-Dollar hat die Woche am Freitag auf seinem höchsten Stand seit einem Jahr gegenüber dem Euro beendet, da weitgehend gute Zahlen aus den USA vermuten lassen, das die Konjunkturerholung auf einem guten Wege ist, während die Gemeinschaftswährung von schlechten Inflationszahlen aus der Eurozone und Sorgen über die Krise in der Ukraine unter Druck gesetzt wurde.

Der EUR/USD Kurs beendete den Handel am Freitag mit einem Verlust von 0,38% auf einem Stand von 1,3132, was sein niedrigstes Niveau seit Anfang September gewesen ist. Über die Woche hat der Kurs um 0,49% nachgegeben.

Der Dollar hat von der wieder verbesserten US-Konsumklima im August einen Schub bekommen. Der endgültige Wert des Konsumklimaindexes der Universität von Michigan ist auf 82,5 angestiegen, nachdem er im Juni bei 81,8 gestanden hatte.

Die Zahlen glichen einen anderen Bericht aus, nach dem die Verbraucherausgaben in den USA im Juli unerwartet um 0,1% zurückgegangen sind.

Die Gemeinschaftswährung hingegen wurde von amtlichen Zahlen vom Freitagvormittag unter Druck gesetzt, denen zufolge die Jahresrate der Inflation im Euroraum im August mit 0,3% auf ihren tiefsten Stand seit fünf Jahren abgesunken ist, während sie im Juli noch bei 0,3% gelegen hatte. Die EZB strebt eine Inflationsrate von leicht unterhalb von 2% an.

Die schwachen Zahlen verstärkten den Druck auf die EZB, weitere Maßnahmen zur Sicherung der ins Stocken geratenen Konjunkturerholung einzuleiten.

Der Euro hat auch gegenüber dem Yen an Wert verloren. Der EUR/JPY Kurs ist um 0,04% auf einen Stand von 136,66 am Freitagabend abgerutscht. Der Kurs hat über die Woche einen Verlust von 0,61% erlitten.

Der Yen hat am Freitag gegenüber dem Dollar an Wert verloren. Der USD/JPY Kurs legte um 0,34% auf 104,07 am Freitagabend zu und begrenzte damit seine Verluste über die Woche auf 0,12%. Die Nachfrage nach dem Yen als Absicherung hatte am Anfang der Woche angesichts der Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine zugenommen.

Der Dollar ist am Freitag gegenüber dem russischen Rubel auf ein Allzeithoch angestiegen. Der USD/RUB stieg bis auf 37,20 an, bevor er im späten Handel auf Nachrichten, dass russische Truppen in den Konflikt im Osten der Ukraine eingegriffen hätten, auf 37,04 zurückgefallen ist.

Das britische Pfund ist am Freitag gegenüber dem Dollar angestiegen. Der GBP/USD Kurs hat einen Wochengewinn von 0,3% erzielt, da Spekulationen auf eine Zinserhöhung der Bank of England die Nachfrage nach der britischen Währung aufrecht hielten.

Der kanadische Dollar hat die Sitzung am Freitag mit einem Minus gegenüber dem Dollar beendet, obwohl das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal besser als erwartet ausgefallen ist.

Der USD/CAD Kurs war auf ein Monatstief von 1,0811 gefallen, nachdem amtliche Zahlen zufolge, die Wirtschaft in Kanada im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von 3,1% gewachsen ist und damit die Prognosen eines Zuwachses von 2,7 % übertroffen hat. Der Kurs hat sich später auf einen Stand von 1,0875 erholt.

In der kommenden Woche wird das Handelsvolumen am Montag wahrscheinlich gering ausfallen, da die Märkte in den USA wegen des Tag der Arbeit geschlossen sind. Die Investoren werden sich auf das Ergebnis der monatlichen Strategiesitzung der EZB am Donnerstag, sowie den am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht konzentrieren.

Verlautbarungen zur geldpolitischen Ausrichtung der Notenbanken Australiens, Japans, Kanadas und Großbritanniens werden gleichfalls erwartet.

Vor Beginn der kommenden Woche hat Investing.com eine Liste dieser und anderer wichtiger Ereignisse zusammengestellt.

Montag, den 1. September

Japan legt Zahlen zu den Investitionsausgaben vor.

China veröffentlicht offizielle Zahlen zur Lage im Industriesektor, sowie den endgültigen Wert des HSBC Index zum produzierenden Gewerbe.

Großbritannien publiziert Daten zur Fabrikproduktion und zur Nettokreditvergabe.

In den USA und Kanada sind die Märkte wegen der Feiern zum Tag der Arbeit geschlossen.

Dienstag, den 2. September

Australien legt Zahlen zu Baugenehmigungen und der Leistungsbilanz vor.

Die australische Notenbank gibt den Leitzins bekannt und publiziert ihren Bericht zur Geldpolitik, welcher das konjunkturelle Umfeld und weitere Faktoren, die die Entscheidung der Bank beeinflussten, erläutert.

In der Eurozone gibt Spanien die Veränderung der Beschäftigungszahl bekannt.

Großbritannien publiziert einen Report zur Lage auf dem Bau.

Im Laufe des Dienstags publiziert das Institute of Supply Management seinen Bericht zur Industrieproduktion in den USA.

Mittwoch, den 3. September

China veröffentlicht amtliche Zahlen zum Dienstleistungssektor, sowie den den HSBC Report zur Entwicklung im Dienstleistungsgewerbe.

Australien veröffentlicht einen Bericht zum Bruttoinlandsprodukt, der umfassendste Indikator der konjunkturellen Lage und der führende Indikator des Wirtschaftswachstums. Unterdessen wird der Vorsitzende der Reserve Bank of Australia Glenn Stevens wird eine genau verfolgte Rede halten.

Großbritannien veröffentlicht einen stark beachteten Bericht zum Wachstum des Dienstleistungssektors.

Die Eurozone veröffentlicht Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen, die offizielle Maßzahl für die Verbraucherausgaben, welche den Großteil der wirtschaftlichen Betätigung ausmachen.

Die kanadische Notenbank gibt den Leitzins bekannt und publiziert ihren Bericht zur Geldpolitik, welcher das konjunkturelle Umfeld und weitere Faktoren, die die Entscheidung der Bank beeinflusst haben, erläutert.

In den USA publizieren Zahlen zu den Fabrikauftragseingängen.

Donnerstag, den 4. September

Australien publiziert Zahlen den Einzelhandelsumsätzen und zur Handelsbilanz, welche die Differenz zwischen dem Wert der Importe und der Exporte widerspiegelt.

Die japanische Notenbank gibt den Leitzins bekannt und publiziert ihren Bericht zur Geldpolitik, welcher das konjunkturelle Umfeld und weitere Faktoren, die die Entscheidung der Bank beeinflusst haben, erläutert.

Deutschland veröffentlicht Zahlen zu den Fabrikauftragseingängen.

Die Bank of England verkündet den Leitzinssatz.

Später gibt die Europäische Zentralbank ihren Leitzinssatz bekannt. Anschließend gibt es eine Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi.

Sowohl die USA als auch Kanada veröffentlichen Berichte zu ihren jeweiligen Handelsbilanzen. In den USA wird der ADP Bericht zum Stellenwachstum im Privatsektor und der allwöchentliche Report zu den Erstanträgen auf Arbeitslosengeld publiziert.

Später publiziert das ISM einen Bericht zum amerikanischen Dienstleistungssektor.

Freitag, den 5. September

In der Eurozone veröffentlicht Deutschland Zahlen zur Industrieproduktion.

Die Schweizer Nationalbank publiziert Zahlen zu ihren Währungsreserven. Diese sind wichtig, um eine Vorstellung von der Größe der Eingriffe der Bank am Devisenmarkt zu bekommen.

Kanada publiziert Daten zur Veränderung der Beschäftigtenzahl und der Arbeitslosenquote. Kanada publiziert außerdem den Ivey-Einkaufsmanagerindex.

Die USA lassen die Woche mit dem genau analysierten Regierungsbericht zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft und der Arbeitslosenquote ausklingen.






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