Am Freitag haben die Goldpreise nachgegeben und sich von ihrem Wochenhoch wegbewegt, nachdem weitgehend positive Konjunkturdaten aus den USA den Wert von Gold als Absicherung verminderte. Jedoch wurden die Preise von den anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine gestützt.

Gold zur Lieferung im Dezember hat an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange um 0,17% auf am Freitagabend 1.288,20 USD die Feinunze nachgegeben. Die Goldfutures sind in der vergangenen Woche um 0,62% angestiegen, haben allerdings den Monat um 0,51% im Minus beendet.

Am Donnerstag war der Goldpreis mit 1.297,60 USD die Feinunze seinen höchsten Stand seit dem 20. August gestiegen, nachdem der ukrainische Präsident behauptete, dass russische Truppen in den Konflikt im Osten der Ukraine eingegriffen hätten, um die dortigen prorussischen Separatisten zu unterstützen.

Jedoch kam gold von dem Tageshoch wieder herunter, nachdem Zahlen zeigte, dass das amerikanische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von 4,2% expandiert ist, und damit mehr als die vorläufige Schätzung von 4% erwarten ließ, nachdem es im ersten Quartal zu einer Kontraktion gekommen war.

Berichte vom Freitag zeigten, dass das Konsumklima in den USA so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr ist. Der endgültige Wert des Index des Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan ist nach 81,8 im Juni auf 82,5 angestiegen.

Ein anderer Report legte nahe, dass das produzierende Gewerbe in der Region um Chicago im August weiter gewachsen ist, was auf eine robuste Konjunktur in dem Sektor hindeutet.

Die Berichte glichen andere Daten aus, nach dem die Verbraucherausgaben in den USA im Juli unerwartet um 0,1% zurückgegangen sind.

Der US-Dollarindex, welcher den Kurs des Dollars gegenüber einem Korb aus sechs anderen Leitwährungen verfolgt, ist mit 82,78 am Freitagabend nahezu auf ein Jahreshoch angestiegen, angesichts von Konjunkturdaten, die zumeist auf ein stärkeres Wachstum hindeuteten. Ein stärkerer Dollar verteuert Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen, da das Metall in Dollar gehandelt wird.

Die guten Zahlen aus den USA lassen vermuten, dass die robustere Konjunktur die Federal Reserve veranlassen könnte, die Zinsen früher anzuheben. Bei höheren Zinsen würden Gold gegenüber Zinserträgen abwerfenden Wertanlagen wie Schatzbriefen an Attraktivität verlieren.

Ansonsten ist am Freitag im Metallhandel Palladium auf ein Dreizehneinhalb-Jahreshoch geklettert, vor dem Hintergrund, dass weitreichenderer Sanktionen gegen Russland, dem größten Palladiumproduzenten der Welt, die Versorgung gefährden könnte.

An der Nymex stieg Palladium zur Lieferung im Dezember auf ein hoch von 910,40 USD die Feinunze und wurde zuletzt mit einem Aufschlag von 0,91% zu 906,30 USD die Feinunze gehandelt.

Unterdessen ist Silber Silber zur Lieferung im September um 0,61% auf 19,49 USD am Freitagabend abgerutscht. Silber hat ist in der Woche an der Comex um 0,16% angestiegen, hat aber über den Monat 4,32% an Wert verloren.

Kupfer zur Lieferung im September ist um 0,39% auf bei Handelsschluss 3,163 USD das Pfund geklettert. Die Kupferfutures haben an der Comex in der Woche um 1,86% nachgegeben und damit die Monatsverluste auf 1,37% ausgeweitet.

In der kommenden Woche wird der Parketthandel an der Comex am Montag wegen des Tags der Arbeit geschlossen sein. Die Anleger werden auf den am Dienstag fälligen Bericht des Institutes of Supply Management zum produzierenden Gewerbe in den USA schauen, sowie den am Freitag veröffentlichten Report zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Auge behalten, um weitere Hinweise auf die Robustheit der Konjunkturerholung in den USA zu erhalten.






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