Der Euro hat sich am Montag nahe seines niedrigsten Niveaus seit 20 Monaten gegenüber dem Schweizer Franken seitwärts bewegt, nachdem die Schweizer Nationalbank die Zusage machte, den Kurs des Franken notfalls durch den Ankauf unlimitierter Mengen ausländischer Währungen am Ansteigen zu hindern.

Der EUR/CHF wurde zu 1,2063 gehandelt, und war damit nicht weit von seinem Tiefststand vom Donnerstag entfernt, als er mit 1,2048 sein niedrigstes Niveau seit Dezember 2012 erreicht hatte.

In einem Zeitungsinterview vom Sonntag, legte sich der SNB-Präsident darauf fest, den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro, den die Bank vor drei Jahren eingeführt hatte, zu verteidigen. Er warnte, dass eine Aufwertung des Franken zu rückläufigen Preisen führen könnte.

Jordan sagte, der Franken sei "immer noch hoch bewertet" und fügte hinzu, das die Beibehaltung des Kurslimits von 1,20 "absolut zentral sei, um adäquate Geldmarktbedingungen in der Schweiz zu gewährleisten".

Die SNB hatte das Kurslimit im September 2011 eingeführt um das Aufkommen von Deflation und Rezession als Folge der raschen Aufwertung des Frankens zu vermeiden.

Die Erwartungen einer quantitativen Lockerung durch die Europäische Zentralbank sind in den letzten Wochen gestiegen, während wachsende weltpolitische Spannungen, wie der Konflikt in der Ukraine, die Kapitaleinflüsse in den Franken als sicheren Hafen ansteigen ließen.

Die Jahresrate der Inflation in der Eurozone ist im vergangenen Monat auf ein Fünfjahrestief von 0,3% abgesunken, was zusätzlichen Druck auf die EZB führt, neue Maßnahmen zur Anhebung der langfristigen Inflationserwartungen zu ergreifen.

Die EZB strebt eine Inflationsrate leicht unterhalb von 2% an.

Unterdessen bestätigte sich am Montag, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal wie prognostiziert um 0,2% zurückgegangen ist.

Ein anderer Report zeigte, dass das produzierende Gewebe in Deutschland im Juli so langsam wie seit 11 Monaten nicht mehr gewachsen ist, während die Fabrikproduktion in Frankreich ihren größten Rückgang seit 13 Monaten erlitt. Dies bestärkte die Ansicht, dass die konjunkturelle Erholung in der Region an Fahrt verliert.

Des Weiteren steht der Euro gegenüber dem Dollar nahe seines Jahrestiefs. Der EUR/USD Kurs war mit 1,3119 auf seinen tiefsten Stand seit dem 6. September gefallen und wurde zuletzt zu 1,3138 gehandelt.






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