Die letzte Woche endete mit einem starken Rückgang des USD gegenüber den meisten Konkurrenzwährungen. Eine Ausnahme bildete das Währungspaar GBP/USD, das zum Ende der Woche inmitten der regelmäßigen Umfragen unter der britischen Bevölkerung über den EU-Ausstieg auf einem Tiefstand war. In der vergangenen Woche stieg die Anzahl der Befürworter eines Ausstiegs Großbritanniens aus der EU. In den Wettbüros wird von einer Ausstiegswahrscheinlichkeit von über 80 % ausgegangen.

Besonders stark der das Kursverfall des US-Dollars am Freitag nach der Bekanntgabe enttäuschender Zahlen über den US-Arbeitsmarkt im Mai.

Laut den an Freitag veröffentlichten Zahlen stieg die Anzahl der außerhalb der Landwirtschaft Beschäftigten (sog. non-farm payrolls, saisonbereinigt) im Mai um 38.000 (bei einer Prognose von 164.000). Dies war der schwächste Anstieg seit September 2010. Die Zahl für April wurde von 160.000 auf 123.000 nach unten korrigiert. Bei der Arbeitslosenquote gab es jedoch einen Rückgang um 4,7% (bei prognostizierten 4,9 % und 5,0 % im April). In Anbetracht der schwachen Non-Farm-Payrolls-Daten kollabierte der Dollar auf dem Devisenmarkt. Schwache ISM-Zahlen im Dienstleistungssektor (52,9 bei prognostizierten 55,5 und 55,7 im April) gaben zusätzliche Abwärtsimpulse.

Bericht für die aktuelle Woche (6.-10. Juni 2016)



Die bevorstehende Handelswoche bringt eine Reihe wichtiger Zahlen und zahlreiche bedeutende Meldungen:

Montag
11:30 (GMT +2) - Bekanntgabe der LTRO-Daten (Längerfristiges Refinanzierungsgeschäft), die die Bemühungen der EZB widerspiegelt, die Liquidität der Banken in der Eurozone sicherzustellen.

18:30 - Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Die Marktteilnehmer fragen sich, welche Pläne sie für die zukünftige Geldpolitik der Notenbank nach den Non-Farm-Payrolls am Freitag bekanntgibt.

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Dienstag
06:30 – RBA-Leitzinsentscheidung in Australien.

07:00 - Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität / führender Wirtschaftsindex in Japan für April.

11:00 - BIP der Eurozone im ersten Quartal.

14:30 - Produktivität und Lohnstückkosten des ersten Quartals in den USA.

22:30 - Änderungen Rohöllagerbestands in der vergangenen Woche, bekanntgegeben vom American Petroleum Institute (API).

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Mittwoch
01:50 - BIP von Japan im ersten Quartal, Außenhandelsbilanz von Japan im April.

03:30 - Hypotheken in Australien. Dieser Indikator spiegelt die Trendentwicklung auf dem australischen Immobilienmarkt und das Verbrauchervertrauen wider. Auch die Zahlen der chinesischen Außenhandelsbilanz werden in diesem Zeitraum veröffentlicht. Die Veröffentlichung dieser Daten kann eine erhöhte Volatilität beim Yuan und US-Dollar verursachen. Der Yuan ist mit dem US-Dollar und anderen Währungen verbunden. Chinas Wirtschaft, die zweitgrößte der Welt, hat einen starken Einfluss auf das Welt-BIP. Die Indikatoren über ihren Zustand wirken sich auf den gesamten Finanzmarkt aus.

09:15 - Verbraucherpreisindex der Schweiz im Mai.

10:30 - Industrieproduktion im Vereinigten Königreich im April.

16:00 - BIP-Schätzung für das Vereinigte Königreich durch das National Institute of Economic and Social Research (NIESR). Diese Daten werden vor der offiziellen BIP-Bekanntgabe veröffentlicht. Die Einschätzung kann sich auf die Geldpolitik der Bank of England auswirken.

16:30 - Das Energieministerium der Vereinigten Staaten veröffentlicht den wöchentlichen Bericht über die US-Lagerbestände von Rohöl und Ölprodukten.

23:00 – Zinssatzentscheidung der RBNZ in Neuseeland. Aktueller Stand ist 2,25 %. Im Anschluss findet eine Pressekonferenz der RBNZ statt.

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Donnerstag
03:30 - Verbraucherpreisindex und Erzeugerpreisindex (PPI) in China für Mai. Hohe Indexwerte werden als positiver Faktor für den Yuan angesehen (und umgekehrt).

07:45 - Arbeitslosenquote der Schweiz im Mai (Prognose: 3,5 %).

08:00 - Leistungs- und Außenhandelsbilanz in Deutschland für April. Deutschlands Wirtschaft gilt als Zugpferd für die Wirtschaft der Eurozone. Dieser Indikator kann zur Volatilität des EUR führen.

14:30 – Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA für die vergangene Woche. Ein die Prognose (267.000) übersteigendes Ergebnis deutet auf einen schwachen Arbeitsmarkt hin, was negative Auswirkungen auf den US-Dollar haben kann.

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Freitag
00:45 - Kreditkartenumsätze in Neuseeland im Mai.

06:30 - Industrieaktivitätsindex des Dienstleistungssektors (PMI) in Japan im April.

08:00 - Großhandels- und Verbraucherpreisindex im Mai für Deutschland. Der Verbraucherpreisindex (CPI) spiegelt die durchschnittliche Preisänderung aller Güter und Dienstleistungen wider, die von privaten Haushalten für den Konsum erworben wurden. Es handelt sich um einen Hauptindikator für die Inflation in Deutschland. Ein hoher Wert ist für den EUR positiv, entsprechend negativ ist ein negativer Wert.

15:00 - Arbeitslosen- und Beschäftigungsquote für Kanada im Mai.

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