EUR/USD:

In dieser Woche wird die Veröffentlichung einiger wichtiger US- und europäischer Daten erwartet. Am Montag, 22. Februar 2016, werden die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf den Konjunkturindex des Herstellungs- und Dienstleistungssektors der Eurozone richten. Trotz hoher Volatilität der Märkte wird erwartet, dass die Indizes auf dem Stand von Januar bleiben und somit auf eine stabile europäische Wirtschaft im Februar hindeuten.

Laut WSJ-Prognose und mittelfristigen Ausblicken von Ökonomen werden die Volkswirtschaften von Deutschland und Frankreich im Februar positiv abschneiden.

Am Donnerstag (12:00 Uhr GMT+2) wird der europäische Verbraucherpreisindex für den Januar bekanntgegeben. Der hohe nationale Konsum wird der europäischen Wirtschaft inmitten turbulenter weltweiter Finanzmärkte zu mehr Stabilität verhelfen.

Zu den US-Veröffentlichungen in dieser Woche gehören: Der gemeinsame Konjunkturindex des Dienstleistungs- und Herstellungssektors am Mittwoch um 16:45 Uhr (GMT+2) sowie der Markit Wirtschafts- und Konjunkturindex des Dienstleistungssektors. Am Donnerstag um 15:30 Uhr (GMT+2) erfahren wir die Daten der Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter (mit der Bereitstellung von großen Investments). Es wird erwartet, dass der Index im Januar um 3 % ansteigt, gegenüber dem Rückgang von 5,1 % im Dezember). Am Freitag wird der Index für persönliche Konsumausgaben veröffentlicht. Zudem erwarten wir die Daten für den Preisindex interner Akquisitionen des 4. Quartals und die jährlichen BIP-Daten für das 4. Quartal.

Im Falle von positiven Nachrichten wird der USD gestärkt. Das erhöht die Chancen auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Falls nicht im März, kann dies noch vor der zweiten Jahreshälfte erfolgen.

GBP/USD:

In dieser Woche werden die Debatten über das Referendum zur EU-Mitgliedschaft Großbritanniens fortgesetzt. Das Referendum selbst ist für Juli geplant. Die Besorgnis über das Ergebnis des Referendums hat negative Auswirkungen auf den Pfundkurs.

Trotz der Bemühungen des Premierministers David Cameron zum Verbleib des Landes in der EU und dem Bestreben der EU-Politiker, Großbritannien als EU-Mitglied zu behalten, festigt sich zunehmend eine negative Haltung der britischen Bevölkerung gegen eine EU-Mitgliedschaft. Am Sonntag ließ Boris Johnson (Londons Bürgermeister und gleichzeitig einflussreicher und bekannter britischer Politiker) verlauten, dass er für einen Ausstieg des Landes aus der EU stimmen werde.

Am Donnerstag (11:30 Uhr GMT+2) wird das britische BIP des 4. Quartals bekanntgegeben. Laut Prognose steigt der Index im 4. Quartal um 0,5 % und um 1,9 % auf Jahresbasis und bleibt somit gegenüber dem Vormonatswerts unverändert.

Im letzten vierteljährlichen Inflationsbericht verringerte die Bank of England ihre Vorhersage für das Wirtschaftswachstum für 2016 und 2017 (auf 2,2 % bzw. 2,4 %). Zuvor teilte Mark Carney (Gouverneur der Bank of England) mit, dass in Großbritannien keine Voraussetzungen für eine Zinserhöhung vorlägen. Ein Rückgang des Leitzinses wird jedoch von steigenden Immobilienpreisen verhindert.

Diese Nachrichten können den GBP beeinflussen. Falls das vorläufige BIP für das 4. Quartal unter den Erwartungen bleibt, gerät das Währungspaar GBP/USD langfristig unter Druck.

USD/JPY:


Trotz der Bemühungen der Bank of Japan, die Wirtschaft anzukurbeln, bleibt das Währungspaar USD/JPY inmitten der instabilen Verhältnisse auf den weltweiten Finanzmärkten unter anhaltendem Druck. Das Wachstumstempo der japanischen Wirtschaft verlangsamt sich. Die neuesten Daten zeigten, dass der Konjunkturindex im Dienstleistungssektor im Dezember rückläufig war (-0,6 % gegenüber einem Rückgang von 0,9 % im November), die Industrieproduktion im Dezember um 1,7 % und auf Jahresbasis um 1,9 % zurückging und die Kapazitätsauslastung ebenfalls einen Rückgang verzeichnete (-1,0 % im Dezember). Der BIP sank im 4. Quartal auf Jahressicht um 1,4 %.

Diese Daten zeigen den schlechten Zustand der japanischen Wirtschaft und somit die Ineffizienz der von der Bank of Japan eingeleiteten Maßnahmen. Die Bank of Japan kann bei ihrer Sitzung am 24.-25. März zu weiteren Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik gezwungen sein.

In Hinblick auf den in dieser Woche stattfindenden B20-Gipfel in Shanghai wird das Währungspaar USD/JPY wahrscheinlich im Bereich von 111,50 – 114,50 gehandelt werden. Die Unsicherheit der Anleger bezüglich der Finanzmarktstabilität wird die Yen-Nachfrage erhöhen und einen Anstieg des Währungspaares USD/JPY verhindern.




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