Aufgrund der am Freitag veröffentlichten positiven Meldungen aus den USA konnte der USD gegenüber den anderen Hauptwährungen massiv an Wert gewinnen. Es wurde vermeldet, dass das US-BIP des 4. Quartals von 0,7 % auf 1,0 % berichtigt wurde. Die Prognosen lagen bei 0,4 %.

Auch der Preisindex für nationale Unternehmenskäufe im 4. Quartal wurden von den prognostizierten 0,8 % auf 1,0 % angehoben. Der Kernindex des Privatkonsums wurde auf 1,3 % gegenüber der Vorhersage von 1,2 % angehoben. Auf Jahressicht betrug der Index im Januar 1,7 % gegenüber der Vorhersage von 1,2 %. Die weiteren Inflationsindizes, darunter der Konsumklimaindex für Februar, lagen über den Erwartungen.

Die positiven Zahlen erhöhten die Erwartungen der Investoren dahingehend, dass der US-Leitzins in naher Zukunft angehoben wird. Aufgrund der positiven Meldungen stieg der USD an, während die amerikanischen Aktienindizes zum Börsenschluss am Freitag nachgaben.

Heute fallen die amerikanischen Indizes weiter ab. Der japanische Aktienindex Nikkei fiel während der asiatischen Börsensitzung um 1,0 % ab. Auch die europäischen Aktienindizes setzen ihre Abwärtsbewegung fort. Das Währungspaar EUR/USD kann aufgrund der Verkäufe in den europäischen Aktienmärkten steigen. Somit grenzt es sich gegen die Abwärtsbewegung am vergangenen Freitag ab, wo das Währungspaar um 130 Punkte fiel und den Stand von 1,0930 erreichte.

In dieser Woche werden zahlreiche wichtige Nachrichten erwartet.

Am Montag um 12:00 Uhr (GMT+2) wird der europäische Konsumklimaindex für Februar bekanntgegeben. Obwohl der Index den Inflationsdruck in der Eurozone widerspiegelt, ist die Reaktion wahrscheinlich wegen der Bewegung des Währungspaar EUR/USD nach der rapiden Abnahme am letzten Freitag gemäßigt.

Am Dienstag um 03:00 Uhr und 03:45 Uhr (GMT+2) erfolgt die Veröffentlichung der Konjunkturindizes für die chinesischen Dienstleistungs- und Herstellungssektoren. Da die Märkte auf chinesische Veröffentlichungen in der Regel stark reagieren, wird die Volatilität auf dem Markt zunehmen. Die Werte der Indizes werden unterhalb von 50 erwartet, was auf eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft hindeutet. Unter Berücksichtigung der vorherigen negativen Daten –dazu gehören der hohe Kapitalabfluss aus China, die Abwertung des Yuan, die hohen Ausgaben der chinesischen Regierung zur Aufrechterhaltung der Stabilität auf den Finanzmärkten – muss die Reaktion auf die chinesischen Daten stark ausfallen. Die Reaktion wird nicht nur die asiatischen Märkte beeinflussen, sondern außerdem den europäischen und insbesondere Währungspaare mit USD sowie die globalen Aktienindizes.

Um 05:30 Uhr wird die Zinsentscheidung der ARB bekanntgegeben. Seit Mai 2015 wird der Leitzins auf einem Niveau von 2,0 % gehalten. Die Inflationsrate und der Preisdruck im Land werden schwächer. Die schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt (im Januar stieg die Arbeitslosenrate in Australien auf 6 % gegenüber 5,8 % im Dezember), der weltweite Rohstoffpreisverfall einschließlich bei Öl und Eisenerz sowie verringerte Kapitalanlagen im Bergbau können die australische Zentralbank zu einer Absenkung des Leitzinses zwingen.

Ökonomen erwarten eine Absenkung des australischen Leitzinses auf 1,5 %.

Der Rückgang des Zinssatzes und die zunehmenden Erwartungen auf die Zinserhöhung in den USA können das Währungspaar AUD/USD zurück zu den Jahrestiefs um 0,6900 schicken.

Laut dem Vorstandsmitglied der Reserve Bank of Australia, John Edwards, liegt ein fairer Zinssatz im Bereich um 0,6500.

Am Mittwoch erfolgt die Bekanntgabe des australischen BIP für das 4. Quartal. Die Erwartungen für das BIP liegen bei 0,5 % gegenüber dem Vormonatswert von 0,9 %.

Am Mittwoch und Donnerstag werden wichtige europäische Meldungen veröffentlicht, darunter auch der Produzentenpreisindex für Januar. Den Prognosen zufolge verliert der Index 0,7 % gegenüber dem Dezemberwert von 3,0 %. Wenn sich die Prognosen als richtig erweisen, hat dies negative Auswirkungen auf den Euro. Am Donnerstag erscheinen die Daten zum Geschäftstätigkeitsindizes der deutschen Dienstleistungs- und Herstellungssektoren. Im Falle von negativen Daten geraten der Euro und die europäischen Indizes unter Druck.

Der Hauptaugenmerkt der Marktteilnehmer liegt jedoch auf den Daten der Non-Farm PayRolls (Anzahl neuer Jobs in den USA außerhalb des Agrarsektors) am Freitag um 15:30 Uhr (GMT+2). Wenn der Index beim Erwartungswert (+195 000 neue Jobs) oder höher liegt, steigt der USD und ebenso die Erwartungen des Marktes hinsichtlich einer Leitzinserhöhung in den USA.




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