Die positiven Zahlen der am vergangenen Freitag veröffentlichten US-NFPR (Nonfarm Payrolls) wurden vom Markt nicht beachtet. Nach ihrer Veröffentlichung der NFPR-Zahlen für den Februar verlor der USD gegenüber den wichtigsten Rohstoffen und den europäischen Währungen. Im Februar stieg die Anzahl neuer Job außerhalb des Agrarsektors um 242.000 (gegenüber der Prognose von 190.000 und der revidierten Zahl von 172.000 im Vormonat). Die Arbeitslosenquote in den USA blieb im Februar auf dem Stand von 4,9 %.

Zwei andere wichtige Indizes deuteten jedoch auf einen Rückgang hin. Der durchschnittliche Stundenlohn sank um 0,1 % (Prognose: +0,2 % und +0,5 % im Vormonat). Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel auf 34,4 gegenüber der Prognose und dem vorherigen Wert von 34,6).

Scheinbar haben diese beiden Indizes und das erhöhte Januar-Außenhandelsdefizit die Marktteilnehmer davon überzeugt, dass es im März zu keiner Zinserhöhung durch die US-Notenbank kommt.

EUR/USD:

Am vergangenen Freitag stieg das Paar um 56 Punkte. Die Volatilität betrug 140 Punkte. Seit dem heutigen Handelsbeginn wurde das Paar in einem engen Kursbereich gehandelt. Unter Berücksichtigung der Kursbewegung vom letzten Freitag und in Anbetracht der in dieser Woche bevorstehenden EZB-Sitzung ist davon auszugehen, dass das Währungspaar heute weiter sinkt.

Am Donnerstag um 14:45 Uhr (GMT+2) wird die Entscheidung der EZB über den Leitzins bekanntgegeben. Später, um 15:30 Uhr, kommentiert EZB-Chef Mario Draghi die Geldpolitik. Nach der vorherigen EZB-Sitzung stieg das Währungspaar EUR/USD um 5 %, da der Markt davon ausging, dass die quantitative Lockerung in der Eurozone unzureichend ist. Dies führte zu Verkäufen auf dem europäischen Aktienmarkt und zu einem Anstieg des Währungspaares EUR/USD.

Seit 2008 senkte die EZB den Leitzins von vormals 4,25 % auf den derzeitigen Stand von 0,05 %, um Anreize durch die erhöhte Liquidität zu schaffen. Diese Maßnahmen haben jedoch nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt. Draghi teilte bereits mit, dass wirtschaftlichen Anreizmaßnahmen auf der EZB-Sitzung im März zurückgefahren werden. Daraufhin fiel das Währungspaar EUR/USD von seinem Hoch über dem Niveau von 1,1300 auf 1,0850.

Für den 10. März wird eine Zinssenkung für Einlagen auf 0,1 % und eine Senkung des Volumens für quantitative Lockerung um 10 Milliarden Euro auf 70 Milliarden Euro erwartet. Dahingehende Änderungen werden zu einer starken Kursbewegung auf dem europäischen Aktienmarkt und den Euro-Währungspaaren führen, darunter EUR/USD in mittel- und kurzfristiger Sicht.

USD/JPY:

Am Dienstag, dem 8. März um 01:50 Uhr (GMT+2) werden die Zahlen für das japanische BIP des 4. Quartals veröffentlicht. Es wird ein Rückgang des Index um 1,5 % gegenüber einem Rückgang von 1,4 % im 3. Quartal erwartet. Nach den USA und China ist Japan die drittstärkste Volkswirtschaft. Der Beitrag der japanischen Wirtschaft zum globalen BIP beträgt fast 10 %. Derzeit ist die japanische Wirtschaft von einer Inflation bedroht. Im Februar war der japanische Leitzins negativ. Aus diesem Grunde kann der BIP des 4. Quartals zu starkem Druck auf die japanische Währung und den Aktienindex Nikkei ausüben. Die Daten zum BIP und die in der nächsten Woche bekanntgegebenen Geldpolitikentscheidungen der Bank of Japan können einen großen Einfluss auf den Markt haben. Der Vorsitzende der Bank of Japan, Kuroda, teilte heute mit, dass die derzeitige Strategie der Bank of Japan auf einen Kursrückgang des Yen und eine Inflationsrate von 2 % abziele

GBP/USD:

Vergangene Woche hat das Währungspaar GBP/USD fast 90 % der Vorwochenverluste zurückgewonnen. Trotz der guten Zahlen der US-NFPR fiel der USD gegenüber dem GBP um 57 Punkte. Der Kurs näherte sich den starken Widerstandsniveaus von 1,4200 und 1,4270 und bleibt weiterhin im Abwärtskanal.

Zeitgleich befindet sich das Währungspaar GBP/USD nahe der Tiefs aus dem Jahr 2002 und beginnt einen langfristigen Aufwärtstrend. Das Niveau befindet sich zudem nahe den Tiefs der Jahre 2009 und 2010. Daher liegt das Paar GBP/USD bei wichtigen Unterstützungsniveaus.

Der Anstieg des Währungspaares wird vom für den Juni erwarteten Referendum des Verbleibs Großbritanniens in der EU abgehalten. Das Paar GBP/USD wird jedoch vom erfolgreichen Vorgehen des britischen Premierministers David Cameron gestützt, der von europäischen Spitzenpolitiker hinsichtlich des Verbleibs Großbritanniens in der EU unterstützt wird.

Der Durchbruch über das Niveau von 1,4250 wird dem Währungspaar einen Anstieg auf die Niveaus 1,4400 und 1,4500 ermöglichen.

Nach Erreichen der Hochs vom letzten Freitag sinkt das Währungspaar heute voraussichtlich.

Wichtige Nachrichten in dieser Woche: Am Dienstag um 08:45 Uhr (GMT+2): Arbeitslosenquote in der Schweiz und um 12:00 Uhr BIP des 4. Quartals in der Eurozone.

Am Mittwoch um 17:00 Uhr gibt die Bank of Canada ihre Zinsentscheidung bekannt. Um 22:00 Uhr gibt wiederrum die RBNZ ihre Zinsentscheidung bekannt. Um 17:30 Uhr werden die US-Daten über Öl und Ölproduktreserven veröffentlicht.

Am Donnerstag werden die Leitzinsentscheidung der EZB und Kommentare zur quantitativen Lockerung in der Eurozone bekanntgegeben. Zudem werden die chinesischen Inflationsdaten veröffentlicht (03:30 Uhr und 04:00 Uhr GMT+2).

Am Freitag um 11:30 Uhr erfolgt die Veröffentlichung der Verbraucherpreisinflation im Vereinigten Königreich. Um 15:30 Uhr GMT+2: Bekanntgabe des XMPY (Export- und Import-Preisindex der USA für Februar).




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