In dieser Woche finden einige wichtige Ereignisse statt. So werden am 15., 16. und 17. März die Notenbanken von Japan, der USA, der Schweiz und Großbritanniens ihre Zinsentscheidungen bekanntgeben.

Kurzfristig werden diese Entscheidungen nicht nur den Yen, USD, Schweizer Franken und das Britische Pfund beeinflussen, sondern auch den gesamten Aktienmarkt.

Eine Versammlung der US Fed vom 15.-16. März gilt als das wichtigste Ereignis dieser Woche. Am 16. März um 20:00 Uhr (GMT+2) wird die Zinsentscheidung der US Fed bekanntgegeben. Die meisten Marktteilnehmer erwarten von dieser Notenbanksitzung keine Zinserhöhung, da eine Erhöhung eher zum Jahresende wahrscheinlich ist. Falls der Leitzins jedoch im Zuge dieser Sitzung erhöht wird, kommt es auf dem Markt zu einer erhöhten Volatilität. Die Kursbewegungen beim USD, bei Gold, den Rohstoffen und den amerikanischen Indizes werden sich zumindest kurzfristig ändern.

Am Dienstag, dem 15. März um 02:30 Uhr (GMT+2) werden die Sitzungsprotokolle der australischen Zentralbank (Reserve Bank of Australia) veröffentlicht. Dies geschieht zwei Wochen nach der Leitzinsentscheidung der Bank. Der Leitzins verblieb auf dem bisherigen Stand von 2,0 %, die RBA brachte ihren Optimismus über die wirtschaftliche Lage Australiens zum Ausdruck. Eine starke Kurserhöhung der australischen Währung in den vergangenen zwei Monaten hat jedoch die Exporteure weltweit zur Vorsicht ermahnt. Volkswirtschaftler befürchten, dass ein stärkerer AUD der schwachen Wirtschaftserholung Australiens entgegenwirken könnte.

Aufgrund des Anstiegs des AUD kann es auch zur vermehrter Sorge unter den Führungskräften von Australiens Zentralbank kommen, da dies zu einer Zinssenkung durch die ARB führen könnte. Die Sitzungsprotokolle könnten Hinweise auf die künftige Geldpolitik liefern. Im April findet die nächste Sitzung der ARB statt.

Am 15. März um 05:00 Uhr (GMT+2) gibt die Bank of Japan ihre Zinsentscheidung bekannt. Im Rahmen einer Pressekonferenz wird der Zentralbankchef Haruhiko Kuroda die Zinsentscheidung und die künftige Geldpolitik Japans erläutern.

Dieses Ereignis wird einen großen Einfluss auf den japanischen Aktienmarkt und den Yen ausüben.

Seit Jahresbeginn ist der Yen trotz der Turbulenzen und der instabilen Finanzmarktlage angestiegen. Bei der japanischen Wirtschaft kommt es zu einer Abschwächung, während die Bank of Japan händeringend gegen die geringe Inflation ankämpft.

Die am 29. Januar durch die Bank of Japan begonnene quantitative und qualitative Lockerung sowie die Einführung eines negativen Zinssatzes von -0,1 % für Einlagen von Geschäftsbanken oberhalb eines gesetzlich festgelegten Barreserven-Verhältnisses haben zu keinen positiven Ergebnissen geführt. Der Abwärtstrend auf dem japanischen Finanzmarkt bleibt weiter intakt.

In einer seiner letzten Reden hat Haruhiko Kuroda jedoch bekanntgegeben, dass die Bank of Japan noch nicht alle Mittel ausgeschöpft habe und das Inflationsziel von 2 % auf jeden Fall erreicht werde.

Inmitten der Lockerung der Eurozonen-Geldpolitik und weiter andauernder Abschwächung der chinesischen Wirtschaft –dem wichtigsten Handelspartners des Landes – scheinen weitere Maßnahmen der Bank of Japan zur Unterstützung der Wirtschaft und Anheizung der Inflation wahrscheinlich. Unter diesen Umständen kommt es zu einer Abschwächung des Yen, während der Nikkei-Aktienindex ansteigen wird. Ein Abwärtstrend beim Währungspaar USD/JPY kann nicht lediglich durch die Entscheidung der Bank of Japan geändert werden. Das Währungspaar erhielte dadurch jedoch Unterstützung.

Mittelfristig kann das Währungspaar seinen Aufwärtstrend aufgrund der lockeren Geldpolitik der Bank of Japan und der strikteren Geldpolitik der US Fed fortsetzen.

Am Donnerstag, dem 17. März um 10:30 Uhr (GMT+2) verabschiedet die Schweizerische Nationalbank ihre Leitzinsentscheidung. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die wirtschaftliche Lage in der Schweiz verschlechtert. Laut der SNB ist die Landeswährung überbewertet, was einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft in der Schweiz und auf die Zunahme der Inflationsrate des Landes hat. Ein hoher Kurs der Nationalwährung führt zu geringeren Exporten der Schweiz in die Eurozone und nach China. Es wurde bereits mehrfach erklärt, dass die SNB eine Lockerung der Geldpolitik des Landes fortführt. Derzeitig liegt der Zinssatz für Einlagen bei -0,75 %. Die SNB kann jedoch bei Bedarf weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und Ankurbelung der Inflation einleiten.

Am Donnerstag um 14:00 veröffentlicht die Bank of England ihre Leitzinsentscheidung. Eine Änderung des derzeitigen Zinses von 0,5 % wird nicht erwartet. Die Sitzungsprotokolle der Bank of England könnten jedoch Hinweise auf Trends der zukünftigen Geldpolitik und die wirtschaftlichen Aussichten Großbritanniens liefern. Hier ist eine Anmerkung wichtig: Ende Januar teilte der Vorsitzende der Bank of England (Mark Carney) mit, dass die Bedingungen im Vereinigten Königreich keine Erhöhung des Zinssatzes zulassen. Ian McCafferty, in den vergangenen 6 Monaten der einzige Befürworter einer Zinserhöhung, hat seine Meinung dahingehend geändert und wirbt nicht mehr für eine Zinserhöhung aus den Tiefstständen hinaus.

Die weiter anhaltende Besorgnis über des Ergebnis des Referendums hinsichtlich eines Verbleibs Großbritanniens in der EU in diesem Sommer verhilft nicht zu einer restriktiveren Geldpolitik. Das Währungspaar GBP/USD bleibt weiter unter Druck.




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