In der vergangenen Woche verlor der USD gegenüber anderen Hauptwährungen an Wert. Heute stieg der USD jedoch wieder an. Um zu beurteilen, ob der Abwärtstrend des USD ein Ende gefunden hat, ist es noch zu früh. Es scheint wahrscheinlich, dass die Aufwärtskorrektur lediglich vorübergehend ist.

Die US Fed ließ letzte Woche den Zinssatz unverändert bei 0,5 % und senkte die Prognose für zukünftige Zinserhöhungen.

In Planung für das Jahr 2016 ist eine Erhöhung des Leitzinses auf bis zu 0,875 %. Zuvor ging man noch von einer Leitzinserhöhung auf bis zu 1,375 % zum Ende des Jahres 2016 und auf 3,25 % zum Ende des Jahres 2018 aus. Zum Jahresende 2017 wird der Zinssatz 1,875 % betragen und zum Jahresende 2018 bei 3 % liegen. Langfristig wird der Leitzins die Marke von 3,25 % erreichen (entgegen der Dezemberprognose von 3,5 %).

Eine Aufschiebung der strafferen Geldpolitik durch die US Fed scheint wahrscheinlich, da sie zu einer Schwächung des Dollars führte. Für die Unterstützung des USD gibt es nahezu keine fundamentalen Daten.

Andererseits müssen voraussichtlich die Notenbanken anderer Länder einschneidende Zinssatzscheidungen treffen. Zuletzt sind Zinssenkungen eine der wichtigsten Maßnahmen der Notenbanken geworden. Die damit verbundene Lockerung der Geldpolitik soll die jeweiligen Volkswirtschaften stützen.

NZD/USD


Der Kampf um die billigere Nationalwährung könnte weiter in Fahrt kommen. Der Beweis dafür ist die Zinssenkung der RBNZ. Nachdem die US Fed ihren Zinssatz unverändert ließ, hat das Währungspaar NZD/USD seine Positionen wiedergewonnen. Eine Leitzinssatzsenkung in Neuseeland auf 1,75 % vom aktuellen Stand von 2,25 % scheint wahrscheinlich und dürfte bei den RBNZ-Sitzungen im Juni und August entschieden werden.

Am Mittwoch, dem 23. März um 23:45 Uhr (GMT+2) werden die Daten zur Außenhandelsbilanz für den Monat Februar veröffentlicht. Ein Rückgang bei diesem Index wird die Grundlage für eine weitere Leitzinserhöhung schaffen.

Noch vor den Zahlen zur Außenhandelsbilanz wird am Dienstag das Unternehmen Fonterra (größter Anbieter von Milchprodukten in Neuseeland) seinen 6-Monats-Bericht veröffentlichen. Im Falle von positiven Zahlen wird der NZD gestützt.

USD/JPY

Aufschluss über den Zustand der japanischen Währung und des Währungspaars USD/JPY gibt der Geschäftstätigkeitsindex aller Branchen für den Monat Januar (mit Ausnahme der Finanzbranche). Der Index wird am Dienstag um 06:30 Uhr (GMT+2) veröffentlicht und ist ein führender Indikator für Produktivitätsanstieg. Erwartet wird ein Anstieg des Index (+1,9 % entgegen des Rückgangs von -0,9 % im Vormonat). Falls sich diese Prognose als richtig erweist, kommt es beim Währungspaar USD/JPY zu einem Rückgang. Am Freitag um 01:30 Uhr werden einige weitere Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Dazu gehört der Verbraucherpreisindex (CPI) für Februar-März. Dabei handelt es sich um den wichtigsten Indikator für Änderungen der Stimmungslage auf dem Markt. Inflation reduziert die Kaufkraft des JPY, ein hoher Indexstand käme dem japanischen Yen zugute.

Aus Sicht der technischen Analyse befindet sich das Währungspaar USD/JPY bei dem wichtigen Unterstützungsniveau von 111,30. Dieses wird von der Linie des gleitenden Durchschnitts (Periode 144) gekreuzt. Falls die Linie nach unten durchbrochen wird, wird sich das Paar auf 108,00 und zum Haupt-Unterstützungsniveau von 105,00 zubewegen. Aktuelle Fundamentaldaten lassen dieses Szenario möglich erscheinen.

GBP/USD


Die am Dienstag um 11:30 Uhr (GMT+2) veröffentlichten Meldungen werden für das Währungspaar GBP/USD von großer Bedeutung sein. Bekanntgegeben werden der UK-Einzelhandelspreisindex, der Verbraucherpreisindex und der Erzeugerpreisindex für den Monat Februar. Im Falle von positiven Indexdaten wird er Pfund gestützt. Ein Anstieg der Indizes und damit einhergehende positive Auswirkungen auf das Währungspaar GBP/USD werden erwartet. Das Paar befindet sich in der Nähe wichtiger Unterstützungsniveaus bei den Tiefs der Jahre 2002, 2006 und 2009. Die monatliche Kerzenformation im März stieg bis zur Mitte der Januar-Kerze an. Auf den Wochen- und Monats-Charts deuten die technischen Indikatoren des Paares GBP/USD auf eine Fortsetzung der Aufwärtskorrektur hin. In der letzten Woche ließ die Bank of England den Leitzins unverändert. Die Bank of England teilte mit, dass eine Zinserhöhung wahrscheinlicher als eine Zinssenkung sei. Der Pfund ist jedoch aufgrund des bevorstehenden Referendums über den Verbleib Großbritanniens in der EU immer noch unter Druck.

Der Tag bleibt ereignisarm, der USD wird einige seiner Verluste der letzten Woche zurückerlangen. Nach den Äußerungen der US Fed und der Entscheidung der US Fed über den Leitzins in der vergangenen Woche setzt sich am Dienstag der Druck auf den USD weiter fort.




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