Die wichtigste Nachricht in dieser Woche war die Rede der US-Fed-Präsidentin Janet Yellen. Sie teilte am vergangenen Dienstag mit, dass die weltweit vorherrschende wirtschaftliche und finanzielle Ungewissheit, der Rückgang der Ölpreise und andere negative Ereignisse ein Risiko für die US-Wirtschaft darstellen. Aufgrund dessen werden die Zinsen in den USA schrittweise angehoben. Aufgrund dieser Stellungnahme fiel der USD stark ab. Der Kursrückgang des USD wurde jedoch am Freitag nach der Veröffentlichung der positiven US-Arbeitsmarktdaten für den Monat März aufgehalten. Im Zuge dessen wurde bekannt, dass die Anzahl neuer Arbeitsplätze außerhalb des Agrarsektors 215.000 betrug, und demnach höher war als die Prognose von 205.000. Die Zahl für Februar wurde von 242.000 auf 245.000 korrigiert. Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im März um 0,3 % (Prognose: 0,2 %) bei einem Vormonatswert von -0,1 %. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte und beträgt weniger als 5 %. Der US-Konjunkturindex im Produktionssektor, die schrittweise Zunahme der Inflation und der Konsumklimaindex für den Monat März waren ebenfalls positiv.

Seit Beginn des Handelstages am Montag ist der USD aufgrund der positiven US-Daten vom Freitag auf dem Markt gestärkt. Aufgrund des Ölpreisrückgangs nimmt der USD im Vergleich zu den Rohstoffwährungen zu.

Am vergangenen Freitag teilte der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, in einem Bloomberg-Interview mit, dass sein Land einem Stopp der Ölproduktion nur dann zustimme, wenn der Iran und weitere wichtige ölfördernde Länder das Abkommen mitunterzeichnen würden. Die Ölvorräte der USA stiegen erneut an, derzeit befinden sich die weltweiten Ölreserven nahe dem Rekordhoch.

Die Futures-Kurse für Öl sanken von den Hochs von 22 im März um 11 %, die Ölpreise sanken weltweit um mehr als 7 %.

Folgende Nachrichten werden in dieser Woche veröffentlicht:

Montag:

16:00 Uhr (GMT+2) – Rede von Stephen Poloz, dem Präsidenten der Bank of Canada. Die kanadische Zentralbank hält an der lockeren Geldpolitik fest. Die Bank teilte zu einem früheren Zeitpunkt mit, sie werde bei Bedarf negative Zinsen einführen. Sämtliche Andeutungen in der Rede von Poloz hinsichtlich eines negativen Zinssatzes sowie rückläufige Ölpreise werden eine Schwächung des CAD verursachen.

Dienstag:

06:30 Uhr – Zinssatzentscheidung der RBA. Erwartet wird ein unveränderter Zinssatz in Höhe von 2,0 %. Die Stellungnahmen nach der Sitzung werden die Dynamik des AUD und des Währungspaares AUD/USD beeinflussen, welches seit Jahresbeginn um 12 % angestiegen ist. Die Geschäftsführung der Bank ist aufgrund des AUD-Anstiegs besorgt. Andeutungen hinsichtlich einer Lockerung der Geldpolitik in Australien könnten einen Kursrückgang beim AUD auslösen.

Mittwoch:


20:00 Uhr – Veröffentlichung der Protokolle des US FOMC. Auf dem Markt ist bereits die geringe Wahrscheinlichkeit einer Zinssatzerhöhung in den USA im April einkalkuliert.

Sämtliche negativen makroökonomischen US-Zahlen werden die Erwartungen für eine Leitzinserhöhung in den USA verringern und einen weiteren Kursrückgang beim USD vorantreiben. Starke Daten zur US-Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt werden eine Kurserhöhung beim USD auslösen.

Donnerstag:

Ab 15:00 Uhr wird von den Marktteilnehmern die Rede des EZB-Chefs Mario Draghi erwartet. Im Rahmen der Pressekonferenz wird Draghi über die wirtschaftliche Situation der Eurozone und die Aussichten der Geldpolitik sprechen. Die Terroranschläge in Belgien führten beim Euro zu einem Kursrückgang. Einen weiteren negativen Einfluss auf den Euro haben die sog. Zentrifugalkräfte aufgrund der andauernden Migration in die Eurozone.

Anfang März teilte Mario Draghi mit, dass die Zinsen von der Zentralbank weiter gesenkt würden. Seine Aussage führte zu einem Euro-Kursanstieg.

Mario Draghi ist Verfechter einer sehr lockeren Geldpolitik der EZB. Bis zur nächsten Sitzung am 21. April wird die Bank verbale Interventionen äußern, um den Kursanstieg des Euro und des Währungspaars EUR/USD abzuschwächen.

Wenn der USD in dieser Woche einige seiner Verluste wieder wettmachen kann, ist folglich ein weiterer Kursanstieg bis zum Monatsende möglich. Dann werden die Sitzungen der Zentralbanken der EU, USA sowie von Japan und Neuseeland stattfinden.




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