Die Konferenz in Doha der Vertreter der wichtigsten ölfördernden Staaten blieb ohne Ergebnis. Als der Vertreter Saudi-Arabiens die Unterzeichnung jeglicher Vereinbarungen ohne die Beteiligung des Irans verweigerte, wurde die Konferenz abgebrochen.

Am Montag sind infolgedessen die Preise und Kurse für Öl und Rohstoffwährungen sowie der Yen-Kurs gesunken. Der Preis für Brent-Rohöl ist um fast 10 % auf 41 USD je Barrel gefallen. Das Währungspaar AUD/USD sank um 1,4 % auf 0,7635, während der Kurs des Währungspaars USD/CAD um 1,3 % auf 1,2985 anstieg.

Das Scheitern der Verhandlungen zwang die Anleger, in den japanischen Yen zu investieren, da er als sichere Währung gilt. Das Währungspaar USD/JPY fiel auf 107,63, einem 18-Monats-Tief, das am 11. April erreicht wurde. Auch die Aktienkurse sanken ab.

In dieser Woche werden einige wichtige Meldungen veröffentlicht. Ein besonderes Augenmerk richten die Marktteilnehmer auf die Zinsentscheidung der EZB (Donnerstag, 13:45 Uhr GMT+2) und die Pressekonferenz des EZB-Präsidenten Mario Draghi, die um 14:30 Uhr nach der EZB-Sitzung stattfindet.


Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 18. - 23. April 2016

Montag:

Aus wirtschaftskalendarischer Sicht ist der Montag bedeutungslos. Die Finanzmärkte werden die gescheiterten Verhandlungen in Doha über die Ölfördermengen berücksichtigen. Nach der Eröffnung der amerikanischen Börsensitzungen wird der Druck auf die Ölpreise und die Rohstoffwährungen ansteigen. Um 14:30 Uhr (GMT+2) hält William Dudley (Präsident der New York Fed) eine Rede.

Dienstag:

03:30 Uhr – Protokolle über die Versammlung der ARB zu den Besprechungen vor zwei Wochen über den Zinssatz.

10:00 – 11:00 Uhr – Zahlungsbilanz für Februar, Produktion im Baugewerbe, ZEW-Index für die Konjunkturentwicklung im April für die Eurozone.

15:30 Uhr – Rede des ARB-Chefs Stevens.

17:00 Uhr – Rede von Poloz (Präsident der Bank of Canada).

Mittwoch:

10:30 Uhr – Wichtige UK-Daten über Löhne, Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit. Diese Daten sind für die allgemeine Bewertung des Gesamtzustandes einer Volkswirtschaft von großer Bedeutung. Negative Daten über den Arbeitsmarkt haben negative Auswirkungen auf die Konsumausgaben und das Wirtschaftswachstum. Den Erwartungen zufolge bleibt die Arbeitslosenquote auf einem Stand von 5,1 %. Diese Daten haben zudem Auswirkungen auf die Leitzinsentscheidungen der Bank of England. Daher kommt es zu einer erhöhten Marktvolatilität bei Pfund-Währungspaaren, falls die Daten unter den Erwartungen liegen.

16:30 Uhr – Wöchentliche Zahlen des US-Energieministeriums zu den Vorräten von Öl und Ölprodukten. Derzeit haben die Ölvorräte mit 500 Millionen Barrel einen Rekordstand erreicht.

Donnerstag:


10:30 Uhr – Der UK-Einzelhandelsumsatz für März ist inmitten der Abschwächung der meisten Wirtschaftssektoren von großer Bedeutung. Erwartet wird ein Anstieg des Index um 4,2 % auf Jahresbasis verglichen mit +3,8 % des Vormonats.

13:45 Uhr – Leitzinsentscheidung der EZB.

Seit 2008 hat die EZB den Leitzins schrittweise von 4,25 % auf den derzeitigen Stand von 0 % gesenkt. Die Zinssenkung im Dezember in Verbindung mit den Maßnahmen der quantitativen Lockerung in der Eurozone führte beim Währungspaar EUR/USD innerhalb sehr kurzer Zeit zu einem Kursanstieg um 5 %. Die Maßnahmen zur quantitativen Lockerung waren nach Ansicht der Anleger unzureichend. Die jüngsten Maßnahmen der EZB haben zu keinen Verbesserungen bei den makroökonomischen Zuständen und keinem Anstieg der Inflation geführt.

Die Entscheidungen der Zentralbank und die Rede von Mario Draghi (14:30 Uhr GMT+2) sind für die Finanzwelt von großer Bedeutung.

16:00 Uhr – Führende US-Indikatoren für März. Diese Indizes bewerten die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung und deren Stabilität. Zu den erhobenen Werten gehören die Arbeitslosigkeit, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit, die Erstanträge für Arbeitslosengeld, die Baugenehmigungen sowie der Marktwert der Wertpapiere und die Kapitalrentabilität.

Freitag:

10:00 Uhr – Konjunkturindex und Indizes und Indizes über den Optimismus in verschiedenen Wirtschaftssektoren in Deutschland und der Eurozone für April.

15:30 Uhr – Kanadischer Verbraucherpreisindex für März. Gemeinsam mit den Ölpreisen übt dieser Index einen großen Einfluss auf den CAD aus. Anders als die Ölpreise sind die Auswirkungen des Index auf den CAD jedoch nur kurzfristig.

15:45 Uhr – Vorläufiger Konjunkturindex (PMI) der Herstellungs- und Dienstleistungssektoren in den USA für April.




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