Das wichtigste Ereignis der vergangenen Woche war das Referendum im Vereinigten Königreich, das die weltweiten Finanzmärkte destabilisiert hat. Dem offiziellen Ergebnis zufolge waren 51,9 % der Wähler für einen Austritt aus der EU, 48,1 % stimmten dagegen.

Nach Bekanntgabe des Ergebnisses am letzten Freitag fiel das Währungspaar GBP/USD um 12 % gegenüber dem Hoch der Börsensitzung, das bei 1,5018 lag, in Richtung der im Jahre 1985 erreichten Tiefs bei 1,3224. Am Montagmorgen sank das Paar um 2,5 % auf 1,3355 ab. Die Aktienmärkte weltweit kollabierten. Der europäische Index StoxxEurope600 fiel um 7,0 %. Seit der Finanzkrise im Jahre 2008 war das der größte Verfall. Der britische Index FTSE 250 sank um 7,2 % ab und erreichte das schlechteste Tagesergebnis seit Jahrzehnten. In Deutschland fiel der DAX um 6,8 %, der französische CAC-40 verlor 8 %. Japans Nikkei Stock Average erreichte einen Verlust von 7,9 %. Zeitgleich stieg der Goldpreis in hohem Maße an. Auch die Nachfrage nach dem japanischen Yen war deutlich höher als sonst, insbesondere bei Währungspaaren mit dem Euro und dem Pfund. Die Schweizerische Nationalbank intervenierte auf dem Devisenmarkt, um die Situation zu stabilisieren und einen starken Anstieg des Franken zu vermeiden.

Derzeit herrscht Unsicherheit auf dem Devisenmarkt, weil die zukünftige Entwicklung auf den Finanzmärkten sowie den Volkswirtschaften von Europa und dem Vereinigten Königreich ungewiss ist. Der britische Finanzminister Osborne teilte heute mit, dass die Ungewissheit Auswirkungen auf die Wirtschaft und die öffentlichen Finanzen haben werde. Die britische Wirtschaft müsse sich an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 27.06.-03.07.2016



In dieser Woche werden die folgenden bedeutenden makroökonomischen Daten veröffentlicht:

Montag
15:45 (GMT+2) – Vorläufige Markit-Geschäftsindizes in den USA für Juni.

Nach 16:30 – Ergebnisse der Banken-Stresstests in den USA, als Reaktion auf die größten Bankorganisationen in den USA für verschiedene Finanzsituationen und auf die Ergebnisse des UK-Referendums. Positive Ergebnisse bei diesem Test können den USD stärken.

19:30 – Rede des EZB-Chefs Mario Draghi. Von besonderem Interesse ist seine Meinung über das Ergebnis des Referendums und die Zukunftspläne der EZB.

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Dienstag
14:30 – 15:00 – Makroökonomische US-Daten, darunter BIP des 1. Quartals (laut Prognose steigt das BIP um 1,0 %), Indizes für persönliche Konsumausgaben, Einzelhandelsumsätze, Immobilienpreise in Hinblick auf die Inflationsrate des Landes.

16:00 – US-Verbrauchervertrauen im Juni.

22:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht die Änderungen des wöchentlichen Rohöllagerbestandes der vergangenen Woche.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 27.06.-03.07.2016

Mittwoch
01:50 – Japanische Einzelhandelsumsätze im Mai.

08:00 – GfK-Index für Verbrauchervertrauen im Juli. Führender Indikator für das Vertrauen der Verbraucher in das Wirtschaftswachstum des Landes.

08:00 – UBS-Konsumindikator für die Schweiz im Mai (der Index besteht aus 5 Komponenten: Verkauf neuer Fahrzeuge, Geschäfte im Einzelhandel, Anzahl reservierter Übernachtungen in schweizerischen Hotels, Verbraucherstimmung und Kreditkartentransaktionen).

10:30 – UK-Daten für Mai, darunter Verbraucherkredite und genehmigte Hypothekenanträge.

11:00 – Industrievertrauen und Geschäftsklima verschiedener europäischer Wirtschaftssektoren, Konsumklimaindex für Juni.

14:30 – US-Inflationsindizes für Mai (private/s Einkommen/Ausgaben, privater Konsum). Bei positiven Daten wird der USD steigen.

16:00 –Anzahl schwebender Hausverkäufe für Mai. Einer der wichtigsten Indikatoren für die Lage auf dem US-Immobilienmarkt.

16:30 – Das US-Energieministerium veröffentlicht einen Bericht über die Lagerbestände von Öl und Ölprodukten in den USA.

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Donnerstag
01:05 - GfK-Konsumklimaindex für das Vereinigte Königreich im Juni. Dies ist ein führender Indikator über das Vertrauen der Verbraucher in die Wirtschaft.

01:50 – Vorläufige Zahlen zur japanischen Industrieproduktion im Mai.

09:00 - KOF-Leitindikator für die Schweiz im Juni. Index zur Stabilität der Wirtschaft in der Schweiz.

09:55 – Arbeitslosenquote in Deutschland für den Monat Juni.

10:30 – Britisches BIP im 1. Quartal (2 % - im Vorquartal).

11:00 – Verbraucherpreisindex in der Eurozone für Juni. Dieser Index gilt als Hauptindikator zur Bestimmung der Inflation. Ein positiver Indexwert wird den Anstieg des EUR fördern.

13:30 – Informationen über die letzte EZB-Sitzung über die Geldpolitik und Bericht über die Änderungen der Finanz-, Wirtschafts- und Geldpolitik der EZB.

14:30 – Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung in den USA in der vergangenen Woche.

14:30 – Kanadisches BIP für April.

15:45 - Chicago-Einkaufsmanagerindex (in den Staaten Illinois, Indiana und Michigan, USA) für Juni. Ein Ergebnis über 50 Punkten wäre für den USD vorteilhaft und entsprechend negativ bei Nichterreichen dieses Ergebnisses. Im Mai lag der Indexstand bei 49,3.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 27.06.-03.07.2016

Freitag
01:30 – Japanische Preisindizes für Mai-Juni, Haushaltsausgaben, Arbeitslosenquote für Mai.

1:30 - AiG-Performanceindex für die verarbeitende Industrie in Australien. Gibt Aufschluss über die Lage im Herstellungssektor in Australien. Wenn der Index 50 Punkte übersteigt, hat dies positive Auswirkungen auf den AUD. Umgekehrt ist es, wenn der Index dieses Ziel nicht erreicht (vorheriger Wert: 51 Punkte).

01:50 – Tankan Einkaufsmanagerindex für verschiedene Sektoren der Wirtschaft Japans im 2. Quartal.

03:00, 03:45 – Einkaufsmanagerindex für verschiedene Sektoren der chinesischen Wirtschaft im Juni

09:15 – Einzelhandelsumsätze in der Schweiz (auf Jahresbasis) für June.

09:55 – Markit Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland für Juni. Der Einkaufsmanagerindex gibt Aufschluss über die Lage der deutschen Produktionssektors.

10:00 - Markit Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe in der Eurozone für Juni.

11:00 – Arbeitslosenquote für Mai in der Eurozone (in letzten Monat lag die Quote bei 10,2 %).

15:45 - Markit Einkaufsmanagerindex im Herstellungssektor der USA für Juni.

16:00 – Wichtige Indizes der US-Wirtschaft: Index der sukzessiven Zunahme der Inflation und ISM-Index für verarbeitendes Gewerbe in den USA für Juni.

19:00 – Baker-Hughes-Bericht über die Anzahl der Bohrplattformen in den Vereinigten Staaten. Diese Daten sind ein wichtiger Indikator für die Umsätze im US-Ölsektor und beeinflusst die Ölpreise.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 27.06.-03.07.2016




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