In der vergangenen Woche waren die Märkte aufgrund der EU-Austrittsentscheidung des Vereinigten Königreichs volatil. Der Entschluss zum Austritt wurde von der Mehrheit der britischen Bevölkerung gefasst. Im Laufe der Woche blieb der Goldpreis auf dem hohen Stand, den er am Tag der Entscheidungsverkündung erreicht hatte.

Seit der Eröffnung der heutigen Börsensitzung befindet sich der Goldpreis im Anstieg gegenüber dem Schlusswert der vergangenen Woche von 1350,00 USD je Feinunze.

Bei Währungspaaren mit dem Pfund stieg in der letzten Woche die Volatilität nach der Ansprache am Donnerstag von Mark Carney, dem Gouverneur der Bank of England. Carney teilte mit, dass die Geldpolitik in seinem Land in diesem Sommer einer Lockerung bedarf. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Bank of England den Leitzins in der nahen Zukunft senken könnte. Carneys Aussage führte zu weiteren Kursrückgängen beim Pfund. Mark Carney teilte zudem mit, dass die Notenbank über einige weitere Mittel zur Unterstützung des Wirtschafts- und Bankensystems im Lande verfüge. Seine Aussage führte zu weiteren Impulsen an der Londoner Aktienbörse FTSE100.

Zeitgleich gaben Vertreter der US-Notenbank Stellungnahmen darüber, dass die Geldpolitik der Notenbank nachgiebiger als zuvor angekündigt werde. Der Notenbankpräsident von St. Louis, James Bullard, teilte am Donnerstag mit, dass der Leitzins in den USA nur ein Mal erhöht werden könne. Auf dem Futures-Markt wird eine Zinssenkung in den USA im November mit einer Wahrscheinlichkeit von 17 % gerechnet.

In der vergangenen Woche sanken die Kurse von USD und Pfund, während Rohstoffkurse wie Öl und Gold sowie die weltweiten Aktienmarktindizes anstiegen.

Das wichtigste Ereignis in dieser Woche ist die Bekanntgabe der Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze in der US-Wirtschaft außerhalb des Landwirtschaftssektors (NFPR) am Freitag. Im letzten Monat lagen die NFPR unter den Erwartungen (38.000 neue Jobs gegenüber 160.000 im Mai). Am Tag der Bekanntgabe der Mai-NFPR verlor der USD gegenüber dem Euro um mehr als 200 Punkte, was über 2 % entspricht. Für dem Monat Juni wird ein Anstieg der NFPR um 180.000 neue Jobs erwartet.

NFPR und BIP sind die wichtigsten Indizes, die von der US-Notenbank für Leitzinsentscheidungen herangezogen werden.

Falls die NFPR für Juni schlechter als erwartet ausfallen, sinkt die Erwartung des Marktes für eine Leitzinserhöhung. In diesem Fall sinkt der USD-Kurs.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 04.07-10.07.2016


Nachfolgend finden Sie die Auflistung der wichtigen makroökonomischen Statistiken und Meldungen, die in dieser Woche veröffentlicht werden.

Montag
11:00 (GMT+2) – Erzeugerpreisindex in der Eurozone für Mai

15:30 – Geschäftsklimaindex des Produktionssektors Kanadas für Juni. Wenn der Index über 50 steigt, deutet das auf positive Entwicklungen des Sektors hin und könnte einen Anstieg des CAD auslösen.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 04.07-10.07.2016

 

Dienstag
00:00 - Unternehmensvertrauen NZIER für das 2. Quartal des Instituts für Wirtschaftsforschung in Neuseeland. Vor einem Monat lag der Index bei 2 %.

03:30 – Einzelhandelsumsätze in Australien im Mai. Der Index ist ein Wachstumsindikator der australischen Wirtschaft (die Prognose liegt bei 0,3 % gegenüber dem Wert von 0,2 % im April). Handelsbilanz von Australien für Mai (es wird ein Defizit von 1,5 Milliarden AUD erwartet).

03:45 - Caixin PMI des chinesischen Dienstleistungssektors für Juni. Dieser Index hat große Auswirkungen auf den Finanzmarkt, weil die chinesische Volkswirtschaft die zweitgrößte der Welt ist.

06:30 – Zinssatzentscheidung der RBA (Reserve Bank of Australia) und dazugehörige Stellungnahmen. Es wird erwartet, dass der Leitzins bei 1,75 % bleibt.

10:00 - Konjunkturindex für mehrere Sektoren der europäischen Wirtschaft im Juni. Wenn der Index über 50 steigt, wird der Euro dadurch gestärkt. Bei einem Indexstand von unter 50 wird der Euro geschwächt. Die Erwartungen für den Indexstand liegen bei 52,0.

10:30 - Konjunkturindex des britischen Dienstleistungssektors (Einkaufsmanagerindex PMI). Der Dienstleistungssektor ist ein wichtiger Bestandteil des britischen BIP. Die Investoren blicken diesen Daten entgegen, weil das Vereinigte Königreich zu den wichtigsten Finanzdienstleistern der Welt gehört und es bald zu Schließungen der Niederlassungen von Finanzinstituten durch das Vereinigte Königreich in Kontinentaleuropa aufgrund des Brexit kommen wird.

11:30 – Die Bank of England veröffentlicht ihren Finanzstabilitätsbericht über die Aussichten der Stabilität im Finanzsektor und gibt Empfehlungen, wie die stabilitätsbedrohenden Risiken minimiert werden können. Aufgrund des Brexits wird der Bericht von großem Interesse sein.

16:00 – Industrieaufträge in den USA im Mai. Die Prognose liegt bei -0,5 % gegenüber dem Aprilwert von +1,9 %.

Nach 16:00: In Neuseeland wird von Global Dairy Trade der Preisindex für Milchprodukte veröffentlicht. Dieser Index ist für den NZD von Bedeutung.

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Mittwoch
09:00 –EZB-Sitzung und Rede des Präsidenten Draghi. Bei der Pressekonferenz wird Draghi Fragen zur aktuellen Lage der Wirtschaft in der Eurozone beantworten. Seine Stellungnahmen haben normalerweise große Auswirkungen auf den Euro und die europäischen Aktienindizes.

09:30 – Rede des stellvertretenden RBA-Gouverneurs Debelle.

14:30 – US-Handelsbilanz für Mai.

15:45 – Markit Einkaufsmanagerindex in den USA für Juni.

16:00 – US Einkaufsmanagerindex von ISM für Juni.

20:00 – Protokolle der letzten FOMC-Versammlung.

22:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht seine Berichte über die Änderungen der US-Ölvorräte der vergangenen Wochen.

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Donnerstag
01:30 – AiG Konjunkturindex für den australischen Bausektor im Juni.

02:30 – Rede des japanischen Zentralbankchefs Kuroda.

09:15 – Verbraucherpreisindex in der Schweiz im Juni.

10:30 – Industrieproduktion und Produktionskapazität im britischen Produktionssektor.

13:30 – EZB-Sitzung.

14:30 – Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA der letzten Woche.

16:00 – Britischer NIESR für Juni vom nationalen Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung. Dieser Index bezieht sich auf das Wachstum der britischen Wirtschaft in den vergangenen drei Monaten.

16:00 – Ivey-Konjunkturindex in Kanada für Juni.

17:00 - Das US-Energieministerium veröffentlicht seinen wöchentlichen Bericht über die Vorräte von Öl und Ölerzeugnissen in den USA.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 04.07-10.07.2016

Freitag
08:00 – Zahlungs- und Handelsbilanz von Deutschland für Mai.

14:30 – Monatliche Daten über die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt für Juni, darunter Anzahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm PayRolls, Prognose +180.000 neue Jobs gegenüber +38.000 im Mai) und US-Arbeitslosenquote (Prognose: 4,8 % gegenüber 4,7 % im Vormonat).

Die Anleger blicken diesen US-Meldungen entgegen, weil dadurch die Leitzinspläne der US-Notenbank verstanden werden können. Positive Daten können einen Anstieg des USD und möglicherweise auch eine Leitzinserhöhung verursachen. Im Falle von negativen Daten wird der USD weiter absinken.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 04.07-10.07.2016




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