In der letzten Woche herrschten auf dem Finanzmarkt weiterhin Turbulenzen und Unsicherheit. Der USD gewann gegenüber Euro, Pfund, Kanadischem Dollar und Schweizer Franken an Stärke. Er verlor jedoch gegen den Australischen und Neuseeländischen Dollar sowie den Yen. Auch die Ölpreise sanken, während der Goldpreis anstieg. Die Investoren setzen vermehrt auf vermeintlich sichere Anlagen.

Am vergangenen Freitag wurden die Zahlen zum US-Arbeitsmarkt im Juni veröffentlicht. So wurde bekannt, dass die Anzahl der Jobs außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors in den USA (NFPR) um 287.000 anstieg. Die Prognose lag bei 175.000. Die Zahlen für Mai wurden nach unten korrigiert, von 38.000 auf 11.000. Bei der Arbeitslosenquote gab es einen Anstieg auf 4,9 %. Die Prognose lag bei 4,8 % und der Wert für den Monat Mai bei 4,7 %. Auch der durchschnittliche Stundenlohn stieg um 0,1 %. Hier lag die Vorhersage bei +0,2 %.

Trotz der positiven Daten zum US-Arbeitsmarkt für den Monat Juni kam es bei den Erwartungen der Marktteilnehmer zum Zinsanstieg praktisch zu keinen Änderungen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank wird jetzt mit 24 % beziffert. Vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen am Freitag lag die Wahrscheinlichkeit bei 19 %.

Der USD wird von den positiven NFPR-Zahlen nicht profitieren können, da der weitere Kursverlauf von den anderen makroökonomischen Daten der USA und anderen großen Volkswirtschaften der Welt bestimmt wird, die zum Monatsende veröffentlicht werden.

Der USD und andere Vermögenswerte, insbesondere der Euro, werden zudem vom Brexit beeinflusst.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 11. - 17. Juli 2016

Wichtige makroökonomische Zahlen, die in dieser Woche veröffentlicht werden:

Dienstag
01:01 (GMT+2) – Britische Einzelhandelsumsätze. Auch bei positiven Zahlen bleibt der Pfund aufgrund des Brexits unter Druck.
08:00 – Deutsche Indizes für Juni zu Großhandels- und Verbraucherpreisen.
11:00 – Inflationsbericht der Bank of England.
13:00 – Vierteljährlicher Bericht der Bank of England über die Marktsituation und die geldpolitischen Maßnahmen im Land.
22:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht seinen Bericht über die Veränderungen bei den Ölvorräten in der vergangenen Woche.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 11. - 17. Juli 2016

Mittwoch
02:30 – Australischer Konsumklimaindex für Juli. Dieser Index ist ein Maßstab für das Vertrauen der Verbraucher in die Wirtschaft des Landes.
05:00 – Chinesische Außenhandelsbilanz für Juni.
06:30 – Japanische Industrieproduktion für Mai. Dieser Index kann den Yen und den japanischen Aktienmarkt beeinflussen.
11:00 - Industrieproduktion in der Eurozone im Mai.
14:30 – Export-/Import-Preisindizes der USA für Juni.
16:00 – Leitzinsentscheidung der Bank of Canada und die damit einhergehenden Stellungnahmen der Notenbank. Es wird erwartet, dass der derzeitige Leitzins von 0,5 % unverändert bleibt. In diesem Zeitraum kann es jedoch zu erhöhter Volatilität bei Währungspaaren mit dem Kanadischen Dollar kommen.
16:30 - Das US-Energieministerium veröffentlicht den wöchentlichen Bericht zu den US-Lagerbeständen von Öl und Ölprodukten.
17:15 – Pressekonferenz der Bank of Canada.
20:00 – Monatlicher Bericht zum US-Haushalt und der Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book).

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Donnerstag
00:30 – Einkaufsmanagerindex des produzierenden Sektors Neuseelands für Juni.
03:00 – Wichtige Zahlen aus Australien, die große Auswirkungen auf die australische Währung haben können (Erwartungen für die Inflation im Juli, Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote für Juni).
13:00 – Leitzinsentscheidung im Vereinigten Königreich. In der letzten Woche deutete Carney, der Präsident der Bank of England, in seiner Rede an, dass eine Zinssenkung in der nächsten Sitzung möglich sei. Bei Bekanntgabe der Leitzinsentscheidung wird das Pfund wahrscheinlich erheblich an Wert verlieren, auch wenn der Leitzins unverändert bleibt. Der Grund dafür ist, dass die Entscheidung zeitgleich mit den Protokollen der Bank of England erfolgt, die einen negativen Ausblick auf die britische Wirtschaft haben könnten. Zudem wird erwartet, dass die Meinungen der Mitglieder des Geldpolitikkomitees (MPC) der Bank of England zur Senkung des Leitzinses im Verhältnis von 3 zu 6 stehen.
14:30 - Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA der letzten Woche.
17:15, 19:15 – Reden der Vertreter der US-Notenbank Lockhart und George.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 11. - 17. Juli 2016

Freitag
04:00 – Industrielle Produktion in China im Juni. Pressekonferenz der chinesischen Statistikbehörde. Chinesisches BIP für das 2. Quartal. Die chinesische Wirtschaft ist die zweitgrößte der Welt, daher hat die Veröffentlichung wichtiger chinesischer Wirtschaftsdaten Auswirkungen auf den Finanzmarkt. Insbesondere bei dem USD und bei asiatischen Währungen kann es zu hoher Volatilität kommen.
07:30 – Chinesischer Index zum Einzelhandelsumsatz. Der Hauptindikator für das Wohl des Landes.
11:00 – Makroökonomische Zahlen aus Europa, darunter die Handelsbilanz für Mai und der Verbraucherpreisindex für Juni. Die Volatilität des Euros wird vermutlich hoch sein.
14:30 – US-Einzelhandelsumsätze, Hauptindikator für die Konsumausgaben. Verbraucherpreisindex, wichtigster Indikator zur Bestimmung der Inflationsrate und Veränderungen des Verbraucherverhaltens für den Monat Juni.
15:15 – US-Industrieproduktion im Juni.
19:00 – Bericht der Erdölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl aktiver Bohrplattformen in den USA. Wichtiger Indikator für die Aktivität im US-Ölsektor. Dieser Bericht kann große Auswirkungen auf die Ölpreise haben.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 11. - 17. Juli 2016




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