In der vergangenen Woche senkten die RBA und die Bank of England die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 1,5 % bzw. 0,25 %. Beide Notenbanken Central Banks zeigten damit ihre Neigung für weitere Lockerung der Geldmarktpolitik. Hierbei ist bemerkenswert, dass sich der Leitzins im Vereinigten Königreich auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 300 Jahren befindet. Am letzten Freitag wurden zudem wichtige makroökonomische Zahlen aus den USA veröffentlicht, die den USD über den gesamten Monat hinweg beeinflussen könnten.

Positive Arbeitsmarktdaten aus den USA für Juli erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September. Laut den Marktteilnehmern reicht jedoch ein positiver NFP-Bericht im Falle von schlechten BIP-Zahlen aus den USA nicht aus, um die US Fed zu einer Leitzinserhöhung im September zu bewegen; insbesondere nicht in Anbetracht des für 26. September geplanten Rededuells zwischen den Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump. Eine Leitzinserhöhung um 0,25 % könnte jedoch im Dezember erfolgen. Auf dem Markt wird eine Straffung der Geldmarktpolitik mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 % erwartet. Vor der Veröffentlichung der NFPR lag sie bei 9 %.

Der Unterschied zwischen der GeldmarktpoIltik der USA und anderen wichtigen Volkswirtschaften weitet sich aus. Dies wird auf dem Markt bis zum Jahresende zu einer höheren Nachfrage nach dem USD führen.

In dieser Woche werden folgende Meldungen und makroökonomischen Daten veröffentlicht:

Dienstag
02:01 (GMT+3) - Bericht über die Einzelhandelsumsätze des British Retail Consortium (BRC) für Juli.

04:30 – Verbraucherpreisindex (CPI) und Erzeugerpreisindex (PPI) von China für Juli. Hierbei handelt es sich um wichtigsten Inflationsindikatoren Chinas. Bei positiven Zahlen könnte die chinesische Notenbank die Geldmarktpolitik straffen. Die chinesische Volkswirtschaft ist die zweitgrößte nach der amerikanischen. Befürchtungen über eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft setzen die Finanzmärkte unter Druck. Im Vergleich zum fantastischen Wirtschaftswachstum von 10 % jährlich noch vor wenigen Jahren sind es jetzt nur noch 6,5-7 % pro Jahr. Die Wirtschaft Chinas ist jedoch immer noch eine der stärksten weltweit. Bei den weltweiten Finanzmärkten könnte die Volatilität zum Veröffentlichungszeitpunkt der chinesischen Zahlen aufgrund des großen Einflusses auf die weltweite Wirtschafft zunehmen.

08:45 – Arbeitslosenquote der Schweiz für Juli (3,3 % im Juni).  

09:00 – Deutsche Handelsbilanz für Juni. Dieser Index hat einen bedeutenden Einfluss auf den Euro.

11:30 – Makroökonomische Zahlen aus Großbritannien für Juni, einen Monat vor dem Referendum über den Brexit. Es wird eine erhöhte Volatilität bei Pfund-Währungspaaren und dem Index FTSE100 der Londoner Börse erwartet.

17:00 – BIP-Schätzung des British National Institute of Economic and Social Research (NIESR) über das Wachstum im Land in den vergangenen drei Monaten. Dieser Bericht wird vor der offiziellen BIP-Bekanntgabe veröffentlicht und kann Auswirkungen auf die Geldmarktpolitik des Vereinigten Königreichs haben.

23:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht seinen Bericht über die Änderungen bei den US-Ölvorräten in der vergangenen Woche.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 08.08 – 14.08.2016

Mittwoch
03:30 – Westpac-Konsumklimaindex von Australien für August.

06:05 – Rede des RBA-Gouverneurs Glenn Stevens im Rahmen einer Pressekonferenz. Er wird die aktuelle Lage der australischen Wirtschaft beurteilen und Hinweise auf die künftige Geldmarktpolitik geben. Währende der Rede von Stevens kann es zu einer erhöhten Volatilität bei Währungspaaren mit dem australischen Dollar und auf dem australischen Aktienmarkt kommen.

17:30 - Das US-Energieministerium veröffentlicht den wöchentlichen Bericht über die Vorräte von Öl und Ölprodukten in den USA.

21:00 – Monatlicher Bericht über den US-Haushalt mit gesamtwirtschaftlichem Überblick der Fed für Juli (Beige Book). Damit wird der Gesamtzustand der US-Wirtschaft bewertet. Bei einem höheren Haushaltsüberschuss wird der USD an Stärke gewinnen, entsprechend an Wert verlieren wird er, wenn dies nicht der Fall ist.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 08.08 – 14.08.2016

Donnerstag
00:00 – Leitzinsentscheidung der RBNZ. Es wird eine Senkung des Zinses um 25 Basispunkte auf 2,00 % erwartet. Bei der Pressekonferenz wird der Vorsitzende der Bank, Graeme Wheeler, das künftige Wirtschaftswachstum in Neuseeland beurteilen und Informationen über die zukünftige Geldmarktpolitik der neuseeländischen Notenbank geben. Die anhaltende geringe Inflation und der Anstieg der neuseeländischen Währung sowie der Druck auf die Milchindustrie und das fertigende Gewerbe sind Faktoren, die sich negativ auf die Wirtschaft des Landes auswirken. Graeme Wheeler könnte auf weitere Zinssenkungen im Lande hindeuten, was den NZD belasten würde.

04:00 – Vorläufiger Verbraucherpreisindex Australiens für August. Positive Zahlen wirken sich positiv auf den AUD aus, da sie die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinssenkung in Australien verringern, und umgekehrt.

15:30 - Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA für die letzte Woche. Preisindizes für Export/Import in den USA für Juli.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 08.08 – 14.08.2016

Freitag
01:30 - Konjunkturindex im Produktionssektor (PMI) von Neuseeland für Juli.

01:45 - Einzelhandelsumsätze in Neuseeland im 2. Quartal. Diese Zahlen lassen Rückschlüsse auf die Verbraucherausgaben im Lande zu.

05:00 – Einzelhandelsumsätze von China auf Jahresbasis für Juli.

08:30 – Chinesische Zahlen für die Industrieproduktion für Juli (auf Jahresbasis). Eine erhöhte Produktion kann die Inflation beschleunigen und einen Kursanstieg beim Yuan verursachen. Entsprechendes gilt umgekehrt.

09:00 – Verbraucherpreisindex für Deutschland für den Monat Juli und BIP Deutschlands für das 2. Quartal. Das deutsche BIP hat einen Anteil von 4 % am weltweiten BIP und 30 % am europäischen BIP. Daher kann das deutsche BIP die Geldmarktpolitik der EZB beeinflussen. Positive Zahlen beim deutschen BIP haben positive Auswirkungen auf den Euro und den europäischen Aktienmarkt, insbesondere auf den Index DAX30 der Frankfurter Aktienbörse, und umgekehrt.

12:00 – Europäisches BIP des 2. Quartals und Industrieproduktion in der Eurozone für Juli. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kann es zu erhöhter Volatilität beim Euro und bei den europäischen Aktienindizes kommen.

15:30 – US-Einzelhandelsumsätze für Juli. Dieser Index ist ein führender Indikator für die Verbraucherausgaben und zeigt Änderungen bei den Verkäufen im Einzelhandelssektor.

20:00 – Bericht der Ölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl in Betrieb befindlicher Bohrplattformen in den USA. Dies ist ein wichtiger Indikator für die Aktivität im US-Ölsektor und hat große Auswirkungen auf die Ölpreise.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 08.08 – 14.08.2016




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