Die letzte Woche endete mit einem Kursanstieg des Dollars auf dem Devisenmarkt. Am Freitag entwickelte sich der Kurs zugunsten des Dollars, nachdem Janet Yellen von der Fed in ihrer Rede ausdrückte, dass „die Argumente für eine Erhöhung der Leitzinsen“ in den vergangenen Wochen an Bedeutung gewonnen hätten.

Noch größere Auswirkungen auf den Dollar hatten jedoch möglicherweise die Aussagen des stellvertretenden Vorsitzenden der Federal Stanley Fischer, der am Freitag gegen Tagesende mitteilte, die US-Notenbank würde den Leitzins im nächten Monat erhöhen. „Die zuvor am Freitag gehaltene Rede der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen gibt eine positive Anwort auf diese Frage", sagte Fisher. Sowohl Yellen als auch Fisher sowie andere Fed-Repräsentanten wiesen jedoch darauf hin, dass eine Entscheidung über die Erhöhung der Leitzinsen in den Vereinigten Staaten von den Zahlen abhängt.

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer in dieser Woche wird auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für August gerichtet, die am Freitag stattfindet. Die Non-Farm PayRolls (Anzahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft, NFPR) ist der zweitwichtigste Wirtschaftsindikator für die Leitzinsentscheidung in den USA nach dem BIP. Die Sitzung der US-Notenbank findet vom 20.-21. September statt.

Bitte beachten Sie, dass dies die letzte (unvollständige) Handelswoche im August ist.

Wie gewohnt sind in der kommenden Handelswoche die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Zahlen und mehrerer wichtiger Meldungen zu erwarten.

Montag
15:30 (GMT +3) – US-Inflationsindizes für Juli (private Konsumausgaben, privates Einkommen / Ausgaben).

17:30 – Konjunkturindex der Industrie von der Federal Reserve Bank Dallas für August.

Dienstag
2:30 – Haushaltsausgaben, Arbeitslosenquote, Einzelhandelsumsätze in Japan – die wichtigsten Indikatoren für die Inflation und den Arbeitsmarkt Japans für Juli. Wir erwarten beim Yen und dem japanischen Aktienindex Nikkei eine hohe Volatilität.

10:00 – KOF-Leitindikator – der wichtigste Indikator für die Stabilität der Wirtschaft in der Schweiz für den Monat August, Arbeitslosenquote für das 2. Quartal. Bitte achten Sie auf Ihre Handelspositionen mit dem Schweizer Franken.

11:30 – UK-Inflationsindizes für Juli (Konsumentenkredit, Hypothekengenehmigungen).

15:00 – Inflationsindex in Deutschland für August (Vorabveröffentlichung). Die Indizes haben Auswirkungen auf den Euro und die europäischen Aktienindizes.

15:30 – Zahlungsbilanz von Kanada im 2. Quartal.

16:00 – Hauspreisindex in den Vereinigten Staaten von der Agentur Standard and Poor für Juni, ein wichtiger Indikator für den amerikanischen Immobilienmarkt.

17:00 – Konsumklima in den USA für August. Spiegelt das Vertrauen der Verbraucher in die ökonomische Entwicklung des Landes wider.

Nach 17:00 wird der Preisindex für Milchprodukte von Global Dairy Trade veröffentlicht. Dieser Index hat normalerweise große Auswirkungen auf den Kurs des Neuseeland-Dollars.

23:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht seinen Bericht über die Veränderungen der US-Ölvorräte in der vergangenen Woche.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 29. August - 4. September 2016

Mittwoch
2:05 – Konsumklimaindex der GfK Group UK für August, ein führender Indikator für das Verbrauchervertrauen in die Wirtschaft des Landes.

2:50 – Industrieproduktion in Japan für Juli.

04:00 – Verkauf neuer Häuser in Australien – Indikator für die Verhältnisse auf dem Immobilienmarkt. Ein hoher Indexwert ist für den AUD positiv, ein niedriger Wert hat einen negativen Einfluss auf den auf den AUD.

04:00 – Rede des RBA-Vizepräsidenten Guy Debelle.

09:00 – UBS-Konsumindikator in der Schweiz. Inflationsindex bestehend aus fünf Komponenten: Verkauf neuer Fahrzeuge, Aktivität im Einzelhandel, Anzahl reservierter Übernachtungen in schweizerischen Hotels, Verbraucherstimmung und Kreditkartentransaktionen. Ein hoher Indexwert gibt dem Franken Auftrieb, während ein niedriger Wert für sinkende Kurse sorgt.

10:55 – Arbeitsmarktindikatoren in Deutschland für August. Sie wirken sich auf den Euro und die europäischen Aktienindizes aus.

11:00, 12:00 – Inflationsindikatoren und Arbeitslosenquote in Italien, der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone nach Deutschland. Die Daten haben Auswirkungen auf den Euro und die europäischen Aktienindizes.

12:00 – Vorläufiger Verbraucherpreisindex in der Eurozone für August auf Jahressicht und Arbeitslosenquote für Juli. Der Verbraucherpreisindex ist ein wichtiger Inflationsindikator. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung der EZB, die Geldmarktpolitik zu lockern oder zu straffen. In der Eurozone wird die Deflation zu einer großen Bedrohung. Laut Prognose wird ein Anstieg des Indikators um 0,3 % erwartet. Jegliche Abweichung in beliebige Richtung führt zu einem Ausbruch der Volatilität beim Euro und bei den europäischen Aktienindizes.

15:15 – Zahlen über Veränderung der in den USA Beschäftigten (ADP-Arbeitslosenbericht) für August. Üblicherweise haben diese Zahlen große Auswirkungen auf den Markt und die Dollarkurse. Es gibt jedoch in der Regel keine direkte Korrelation mit den Non-Farm Payrolls. Starke Daten haben positive Auswirkungen auf den Dollar. Es wird ein Rückgang um 14.000 Beschäftigte im privaten Sektor der USA erwartete (165.000 gegenüber 179.000 im Juli). Ein schlechtes Ergebnis schwächt den US-Dollar.

15:30 – Kanadischer BIP für Juni und das 2. Quartal auf Jahressicht. Ein höherer Wert hat positive Auswirkungen auf den Kanadischen Dollar im Devisenmarkt, und umgekehrt. Der vorherige Wert war eine Erhöhung um 2,4 % (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum).

16:45 – Chicago Konjunkturindex für August, ermöglicht eine Beurteilung der Wirtschaftsaktivität in den Staaten Illinois, Indiana und Michigan. Der Index korreliert mit dem ISM-Geschäftsklimaindex. Ein Ergebnis über 50 und ein Aufwärtstrend sind für den US-Dollar positiv, und umgekehrt.

17:00 – Index über schwebende Hausverkäufe in den USA für Juli, einer der wichtigsten Indikatoren für den US-Immobilienmarkt. Ein hohes Ergebnis stärkt den US-Dollar, und umgekehrt.

17:30 – Das US-Energieministerium veröffentlicht seinen wöchentlichen Bericht über die US-Vorräte von Öl und Ölprodukten.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 29. August - 4. September 2016

Donnerstag
2:30 – AiG-Aktivitätsindex im produzierenden Sektor Australiens für August. Ein Wert über 50 ist für den AUD positiv, und umgekehrt. Der letzte Indexwert war 56,4.

04:00 – Konjunkturindex des Produktions- und Dienstleistungssektors in China für August. Chinas Wirtschaft ist nach den USA die zweitgrößte der Welt. Daher hat die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Indikatoren des Landes große Auswirkungen auf den weltweiten Finanzmarkt und insbesondere auf den Yuan, asiatische Währungen, den Dollar sowie die chinesischen und asiatischen Aktienmärkte.

4:30 – Einzelhandelsumsätze in Australien für Juli.

4:45 – Caixin-Einkaufsmanagerindex (PMI) von Markit Economics für den produzierenden Sektor der chinesischen Wirtschaft im August. Führender Indikator für den Zustand des Produktionssektors in China. Genau wie der PMI der China Federation of Logistics und Procurement (CFLP) kann dieser Index große Auswirkungen auf die weltweiten Finanzmärkte haben.

10:15 – Einzelhandelsumsätze in der Schweiz für August.

10:55 – Markit Einkaufsmanagerindex für den Produktionssektor (PMI) in Deutschland im August. Der Produktions-PMI ist ein wichtiger Indikator für das Geschäftsklima und die allgemeinen Verhältnisse in der deutschen Wirtschaft. Ein Wert über 50 ist für den EUR positiv, und umgekehrt (Prognose: 53,6).

15:30 – Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA in der vergangenen Woche, Kosten der Arbeit und Arbeitsproduktivität in den Vereinigten Staaten im zweiten Quartal (der Indikator beschreibt den allgemeinen Zustand der US-Wirtschaft und wirkt sich auf die BIP-Prognose aus). Für USD-Währungspaare wird eine hohe Volatilität erwartet.

16:45, 17:00 – Einkaufsmanagerindex für den Produktionssektor im August von Markit Economics und ISM, Beurteilung des produzierenden Gewerbes, der Arbeitslosigkeit und Prognose über die Entwicklung des gesamten US-Herstellungssektors. Der ISM Inflationsindex für schrittweisen Anstieg der Inflation im August. Es wird eine hohe Volatilität bei USD-Währungspaaren und den US-Aktienindizes erwartet..

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 29. August - 4. September 2016

Freitag
11:00 – BIP von Italien für das 2. Quartal, dessen Wirtschaft die zweitgrößte der Eurozone nach Deutschland ist. Hat einen großen Einfluss auf die Eurokurse. Ein BIP-Anstieg von null wird erwartet.

12:00 – Inflationsindex in der Eurozone bei Erzeugerpreisen für Juli (erwartet wird ein Rückgang von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und 0,1 % im Vergleich zum Vormonatszeitraum.

15:30 – Wichtige Daten zum US-Arbeitsmarkt, darunter die Non-Farm PayRolls, die Arbeitslosenzahlen und der durchschnittliche Stundenlohn.

15:30 – US-Handelsbilanz für Juli.

17:00 – Gesamtzahl der Bestellungen im produzierenden Sektor der US-Wirtschaft im Juli. Ein Anstieg um 1,0 % wird erwartet, nachdem die Zahl im letzten Monat um 1,0 % sank. Dies dürfte zu einem positiven Einfluss auf Positionen mit dem US-Dollar im Devisenmarkt führen.

20:00 – Bericht der Erdölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl aktiver Bohrplattformen in den USA. Wichtiger Indikator für die Aktivität im US-Ölsektor. Dieser Bericht kann große Auswirkungen auf die Ölpreise haben. Derzeit gibt es in den USA 406 aktive Bohrplattformen in den USA.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 29. August - 4. September 2016

Die Anleger werden die Freitagsdaten über den US-Arbeitsmarkt aufmerksam beobachten, weil dadurch Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung der US-Leitzinsen im Rahmen der Geldmarktpolitik der US-Notenbank möglich sind. Positive Zahlen wecken Hoffnungen der Marktteilnehmer auf eine Leitzinserhöhung und auf Dollaranstieg. Negative Zahlen können zu einem Kursrückgang des US-Dollars auf dem Finanzmarkt führen.




Das auf dieser Seite veröffentlichte Material wurde von LiteForex erstellt und stellt keine Handlungsempfehlung für Geldanlagen im Sinne der Richtlinie 2004/39/EG dar. Zudem wurden die vorliegenden Informationen in keiner Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen für unabhängige Finanzanalysen erstellt. Für die vorliegenden Informationen gelten keine Einschränkungen hinsichtlich des Handels im Vorfeld der Veröffentlichung von Finanzanalysen.



Follow us in social networks!
Live-Chat
Feedback hinterlassen