Die am vergangenen Freitag veröffentlichten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt könnte die FED zwingen, eine Leitzinserhöhung im September in Erwägung zu ziehen. Sowohl die US-Notenbankchefin Janet Yellen als auch der Vizevorsitzende Stanley Fischer hatten zuvor im August angedeutet, dass sie für eine Leitzinserhöhung bereit seien, wenn es angesichts der Wirtschaftsdaten erforderlich wäre. Laut den Daten, die am Freitag vom Amt für US-Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht wurden, stieg die Zahl der außerhalb der Landwirtschaft Beschäftigten (Non-Farm Payrolls) im August um 151.000. Die Prognose lag bei +180.000. Die Zahlen für Juni und Juli wurden von 290.000 auf 271.000 bzw. von 255.000 auf 275.000 korrigiert. Die Arbeitslosenquote blieb im August unverändert bei 4,9 %, entgegen der Erwartung von 4,8 %. Der durchschnittliche Stundenlohn in den USA stieg im August um 0,1 %. Die Prognose lag bei 0,2 % und der vorherige Wert bei 0,3 %.

Laut der CME Group liegt bei den Zins-Futures der Erwartungswert für eine Leitzinserhöhung im Dezember bei mehr als 50 %, genau wie kurz vor der NFP-Veröffentlichung. Die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im September fiel auf 21 %. Die vor der NFP-Veröffentlichung bekanntgegebene Prognose lag bei 24 %.

Wie gewohnt erwarten wir auch in dieser Handelswoche die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Zahlen und einige wichtige Nachrichtenmeldungen.

In dieser Handelswoche gibt es zahlreiche bedeutende Wirtschaftsereignisse. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen gehören: Die RBA-Entscheidung über den australischen Leitzins (Dienstag, 07:30 GMT+3), BIP der Eurozone im zweiten Quartal (Dienstag, 12:00), Rede des Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank Jordan (Dienstag, 17:15), offizielle Zahlen über die Industrieproduktion und den herstellenden Sektor des Vereinigten Königreichs im Juli (Mittwoch, 11:30), Bericht des MPC der Bank of England über die Inflation im Vereinigten Königreich (Mittwoch, 12:00), Entscheidung der Bank of Canada über den Leitzins (Mittwoch, 17:00), Beige Book der Fed (Mittwoch, 21:00), BIP Japans in zweiten Quartal (Donnerstag, 02:50), Entscheidung der EZB über die Leitzinsen (Donnerstag, 14:45), Pressekonferenz von Mario Draghi (EZB, Donnerstag, 15:30), Arbeitslosenquote in der Schweiz im August (Freitag, 08:45), Bericht der Bank of England über die Verbraucherpreisinflation (Freitag, 11:30).

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 5. September 2016 - 11. September 2016

Montag
US-Feiertag, Tag der Arbeit, kein Handel an den US-Börsen.

11:30 (GMT+3) – Markit Konjunkturindex für den Dienstleistungssektor des Vereinigten Königreichs im August (50. Der Juli-Wert lag bei 47,4).

12:00 – Einzelhandelsumsätze in der Eurozone im Juli.

Dienstag
07:30 – Entscheidung der RBA über den Leitzins in Australien (die Prognose liegt unverändert bei 1,5 %). Begleitende Stellungnahme der RBA. Es handelt sich um die letzte RBA-Sitzung unter dem Vorsitz von Glenn Stevens. Die Veröffentlichung wird zu einer höheren Volatilität bei AUD-Währungspaaren führen und zahlreiche Handelsmöglichkeiten eröffnen.

08:45 – BIP der Schweiz im 2. Quartal (die Prognose liegt bei +0,4 % und +0,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die Veröffentlichung wird zu einer höheren Volatilität bei CHF-Währungspaaren führen und zahlreiche Handelsmöglichkeiten eröffnen.

12:00 – BIP der Eurozone im zweiten Quartal (die Prognose liegt bei +0,3 % und +1,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum).

17:00 – Sehr wichtiger Wirtschaftsindikator für den Zustand des US-Dienstleistungssektors (ISM-Konjunkturindex für den Dienstleistungssektor im August). Die Prognose liegt bei 55,7, einem für den Dollar positiven Wert. Zum Veröffentlichungszeitpunkt wird es zu einer Erhöhung der Volatilität bei USD-Währungspaaren kommen.

Nach 17:00 wird der Global Dairy Trade Index veröffentlicht. Üblicherweise werden die NZD-Kurse von diesem Index beeinflusst. Der letzte Wert liegt bei +12,7 %. Ein Anstieg des Wertes hat positive Auswirkungen auf den NZD, während sich ein Rückgang negativ auf die Währung auswirkt.

17:15 – Rede des Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank Jordan. Wenn Jordan die Geldmarktpolitik der Bank anspricht, führt dies zu Auswirkungen auf die CHF-Kurse und erhöhter Volatilität bei CHF-Währungspaaren.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 5. September 2016 - 11. September 2016

Mittwoch
02:30 – AIG-Bauleistungsindex für Australien im August.

04:30 – Australiens BIP im August (die Prognose liegt bei +0,4 % und +3,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die Veröffentlichung wird zu erhöhter Volatilität bei AUD-Währungspaaren führen und zahlreiche Handelsmöglichkeiten eröffnen.

09:00 – Deutsche Industrieproduktion im Juli (Prognose: +0,2 %).

11:30 – Daten zur Industrieproduktion im Vereinigten Königreich und den produzierenden Sektor im Juli. Für den Indikator wird ein Anstieg von +1,6 % erwartet (+1,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), was zu einer Konsolidierung des Pfunds führen wird. Falls nicht, wird das Pfund fallen.

12:00 – Bericht des MPC der Bank of England über die Inflation im Vereinigten Königreich. Hierbei handelt es sich um wichtige Informationen, die die Geldmarktpolitik der Bank of England beeinflussen. Falls der Bericht ein positives Signal hinsichtlich der Inflationsprognose liefert, wird der Pfundkurs ansteigen. Gegenteiliges gilt im umgekehrten Fall. Der erwartete Volatilitätsanstieg führt zu mehr Handelsmöglichkeiten in Zusammenhang mit dem Pfund und dem Index FTSE100.

17:00 – BIP-Schätzung des UK National Institute of Economic and Social Research (NIESR) für August.

17:00 – Zinssatzentscheidung der Bank of Canada und die dazugehörige Stellungnahme. Aktueller Stand: 0,5 %. Die Veröffentlichung wird zu erhöhter Volatilität führen und zahlreiche Handelsmöglichkeiten in Zusammenhang mit dem CAD eröffnen.

21:00 – Beige Book der Fed.

23:30 – Wöchentlicher Bericht des API über die Rohöllagerbestände in den USA.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 5. September 2016 - 11. September 2016

Donnerstag
01:55 – Rede des Präsidenten der australischen Zentralbank Lowe.

02:50 – BIP Japans im zweiten Quartal. Erwartet wird ein Nullwachstum. Die Wirtschaft Japans trägt mit 10 % zum weltweiten BIP bei und ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Schwache BIP-Zahlen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine expansive Geldmarktpolitik der Bank of Japan bei der nächsten Versammlung vom 20.-21. September. Damit könnte dem Abwärtstrend des Yen entgegengewirkt werden.

Von 02:00 bis 03:30 Uhr wird die Handelsbilanz Chinas vom August bekanntgegeben. Die chinesische Wirtschaft ist die zweitgrößte der Welt, direkt hinter der US-Wirtschaft. Auf die Finanzmärkte üben die Wachstumszahlen der chinesischen Wirtschaft einen enormen Einfluss aus. In jüngster Zeit ist es bei der chinesischen Wirtschaft zu einer Abschwächung gekommen.

Falls schwache Zahlen veröffentlicht werden, sind der Yuan und der gesamte asiatische Aktienmarkt davon betroffen.

04:30 – Australische Handelsbilanz im Juli. Bei der Veröffentlichung wird es zu einer erhöhten Volatilität bei AUD-Währungspaaren kommen. Schwache Zahlen werden den AUD negativ beeinflussen, während positive Zahlen unterstützend auf ihn wirken.

14:45 – EZB-Zinssatzentscheidung. Bei den Zinssätzen wird keine Änderung erwartet. Wenn der Leitzins gesenkt wird, wird es auf dem gesamten Devisenmarkt zu einem Kursverfall des Euros kommen.

15:30 – EZB-Pressekonferenz und Rede von Mario Draghi über die aktuelle Lage und die weiteren Pläne für quantitative Lockerungsmaßnahmen in der Eurozone.

17:30 – Das US-Energieministerium veröffentlicht seinen wöchentlichen Bericht über die Öllagerbestände in den USA.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 5. September 2016 - 11. September 2016

Freitag
01:45 – Einzelhandelsumsätze (einschließlich Kartentransaktionen) in Neuseeland im August.

04:30 – Inflationsindizes (Hersteller- und Einzelhandelspreise in China) für August.

04:30 – Hypotheken in Australien im Juli.

08:45 – Arbeitslosenquote der Schweiz im August. Der letzte Wert lag bei 3,3 %. Die Arbeitslosenquote der Schweiz liegt seit langem bei 3,5 % - 4,0 % und ist somit weltweit eine der niedrigsten, was sehr für Stärke der Wirtschaft in der Schweiz spricht.

09:00 – Deutsche Handelsbilanz für Juli, ein Gradmesser für die Wirtschaft in der Eurozone. Es wird eine erhöhte Volatilität beim Euro und den europäischen Indizes, insbesondere dem DAX30 erwartet.

11:30 – Bericht der Bank of England über die Verbraucherpreisinflation und die Handelsbilanz des Vereinigten Königreichs im Juli (erster Monat nach dem Brexit-Votum). Für das Pfund und den FTSE100 ist eine erhöhte Volatilität zu erwarten.

16:30 – Daten zum kanadischen Arbeitsmarkt.

20:00 – Bericht der Ölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl von US-Ölbohrplattformen. Wichtiger Indikator für die Aktivität auf dem US-Ölsektor mit maßgeblichem Einfluss auf die Ölpreise. Derzeit beträgt die Anzahl aktiver Ölbohrplattformen in den USA 407.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 5. September 2016 - 11. September 2016




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