Laut der am Freitag veröffentlichten Zahlen stieg der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im August um 0,2 % (Prognose: 0,1 %). Somit stieg der Index auf Jahresbasis um 1,1 %, die Prognose lag bei +1,0 %. Die Inflationszahlen für August lagen über der Vorhersage. Somit ist die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung in dem Land in der nahen Zukunft gestiegen. Laut der CME Group stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember auf 53 % (Vortageswert: 48 %). Die Anleger beziffern die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im September jedoch weiterhin auf 15 %.

Der USD-Index WSJ, der den Wert des USD mit einem aus 16 Hauptwährungen bestehenden Devisenkorb vergleicht, ist um 0,8 % auf 87,17 angestiegen. Ebenfalls gestiegen ist der USD-Index ICE, der um 0,9% wuchs und einen Wert von 96,10 erreichte. Dies ist der Rekordschlusskurs innerhalb des letzten Monats. Der USD stieg gegenüber dem Pfund, dem Euro und den Rohstoffwährungen stark an. Die Preise für Rohstoffe und der Goldkurs sanken.

Gegenüber dem USD fiel das Pfund deutlich aufgrund der höheren Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed. Zeitgleich deutete die Bank of England weitere Zinssenkungen an. Das Währungspaar GBP/USD fiel um 1,8 % auf bis zu 1,2995, dem tiefsten Schlusskurs seit dem 15. August.

Wie so oft, ist auch zur Eröffnung des Handelstages am Montag die Kursbewegung auf dem Devisenmarkt entgegengesetzt zur Bewegung am vergangenen Freitag. Der USD verliert an Wert.

Die Aufmerksamkeit ist in dieser Woche auf die Sitzungen der drei weltgrößten Notenbanken gerichtet: Bank of Japan, US Fed und RBNZ. Eine Erhöhung des Leitzinses durch die US Fed wird nicht erwartet. Die Anleger werden jedoch versuchen, in der offiziellen Stellungnahme Hinweise auf eine mögliche Leitzinserhöhung vor Jahresende zu finden. Die Stellungnahme wird am Mittwoch, dem 21. September erwartet.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 19. bis 25. September 2016

Makroökonomische Zahlen und Meldungen in dieser Woche

Montag
17:00 (GMT+3) – Hauspreisindex in den USA für September.

Dienstag
04:30 – Protokolle der letzten ARB-Sitzung, die zwei Wochen nach der Leitzinsentscheidung veröffentlicht werden. Wenn die RBA bei der Inflationsprognose progressiv ist, wird dies in den Märkten als hohe Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung aufgenommen. Dabei handelt es sich um einen positiven Faktor für den AUD. Gegenteiliges gilt im umgekehrten Fall. Zur selben Zeit (04:30) veröffentlicht das Australian Bureau of Statistics den Hauspreisindex, der als wichtiger Inflationsindikator angesehen wird.

09:00 – Erzeugerpreisindex in Deutschland für August. Die Prognose lautet 0,0 % auf Monatssicht und ‑1,5 % auf Jahressicht. Falls sich diese Vorhersage als richtig erweist, wird der Eurokurs sinken.

15:30 – Anzahl der Baugenehmigungen in den USA im August. Dieser Index spiegelt zudem die Dynamik von Unternehmensanlagen im Bausektor wider, die wiederum zu höherer USD-Volatilität führt. Baubeginne in den USA im August, ein gleichfalls wichtiger Indikator für die Lage des Immobilienmarktes.

19:45 – Rede des von Stephen Poloz, dem Gouverneur der Bank of Canada. Während seiner Rede kann die Volatilität des CAD steigen.

23:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht seinen Bericht über die Veränderungen der US-Ölvorräte in der vergangenen Woche.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 19. bis 25. September 2016

Mittwoch
02:50 – Außenhandelsbilanz Japans für August.

06:00 – Leitzinsentscheidung der Bank of Japan; Pressekonferenz der Bank of Japan, auf welcher der Bankvorsitzende Kuroda über die aktuelle Wirtschaftslage Japans und die Pläne für die Bankpolitik spricht. Trotz der von der Bank durchgeführten Maßnahmen zur Förderung der japanischen Wirtschaft blieb die Inflationsrate des Landes auf einem niedrigen Niveau. Produktion und Konsum sind abnehmend und der Yen steigt, was negative Auswirkungen auf die exportorientierte japanische Produktionswirtschaft hat. Derzeit ist der Leitzins Japans bereits negativ und beträgt -0,1 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung und weitere wirtschaftsfördernde Maßnahmen beträgt jedoch 50/50. Die Märkte befinden sich in einem ungewissen Zustand. Zuvor teilte Kuroda wiederholt mit, die Bank sei bei Bedarf bereit für die Einleitung einschneidender Maßnahmen. Falls die Maßnahmen auf der kommenden Sitzung vorgestellt werden, wird der Yen deutlich an Wert verlieren, während des auf dem japanischen Aktienmarkt zu einem Aufschwung kommt. In jedem Fall ist in diesem Zeitraum eine erhöhte Volatilität nicht nur beim JPY, sondern allgemein auf den asiatischen und globalen Finanzmärkten zu erwarten.

11:30 – Nettokreditaufnahme des öffentlichen Sektors im Vereinigten Königreich (öffentliches Finanzdefizit im Vereinigten Königreich). Ein negativer Index bedeutet einen Überschuss in den Kassen des Vereinigten Königreichs, was einen positiven Faktor für das GBP darstellt. Die Prognose liegt bei 10,3 Milliarden Pfund, was zu negativen Auswirkungen auf das Pfund führen wird.

16:00 – Quartalsbericht der SNB mit den Zahlen zur Geldmarktpolitik, Businesstrends und Wechselkurse für Währungen im 3. Quartal. Die Veröffentlichung dieses Berichts führt regelmäßig zu einer höheren Volatilität beim Franken.

17:30 - Das US-Energieministerium veröffentlicht seinen wöchentlichen Bericht über die Lagerbestände von Öl und Ölprodukten in den USA.

21:00 – Leitzinsentscheidung der US Fed und Stellungnahmen der Fed zur Geldmarktpolitik. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung beträgt 15 % (der aktuelle Stand ist 0,5 %).

21:30 – FOMC-Pressekonferenz, die ca. eine Stunde andauert. Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen wird über die Pläne der Finanzregulierung in Zusammenhang mit der Geldmarktpolitik der Vereinigten Staaten referieren. Auf dieser Pressekonferenz erfolgen zudem die Prognosen für Inflation, Beschäftigung, Wirtschaftswachstum und Leitzinsen der Vereinigten Staaten. Falls die Stellungnahme von Janet Yellen Andeutungen auf eine noch vor Jahresende stattfindende Zinserhöhung beinhaltet, wird der USD-Kurs stark ansteigen. Bei einer neutralen Stellungnahme von Janet Yellen wird der Kurs des USD sinken. Ein sinkender USD-Kurs über einen längeren Zeitraum ist jedoch unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember liegt immer noch bei 50 %. Dadurch wird der USD bis Jahresende gestützt.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 19. bis 25. September 2016

Donnerstag
00:00 – Leitzinsentscheidung der RBNZ. Es wird erwartet, dass der Zins unverändert auf dem Stand von 2,0 % bleibt. Eine höhere Volatilität der neuseeländischen Währung ist zu erwarten.

11:00 – Wirtschaftsbulletin der EZB, das zwei Wochen nach der Sitzung des EZB-Rats veröffentlicht wird.

15:30 – Wöchentliche Zahlen über die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung in den Vereinigten Staaten von Amerika.

16:00 – Hauspreisindex in den USA für Juli. Einen Monat zuvor lag der Indexwert bei +0,2 %.

16:00 – Rede des EZB-Präsidenten. Während seiner Reden über die Geldmarktpolitik kommt es üblicherweise zu erhöhter Volatilität auf den Finanzmärkten. Bei Trading auf dem Devisenmarkt während der Reden von M. Draghi ist große Vorsicht angebracht. Der Präsident ist dafür bekannt, durch seine Stellungnahmen die Kursrichtung auf dem Markt zu verändern.

16:30 – Rede des stellvertretenden Vorsitzenden der Bank of England John Cunliffe über die Stabilität des Finanzmarktes. Er ist Mitglied des Komitees für Geldmarktpolitik (MPC) der Bank of England.

17:00 – US-Leitindikatorindex CB im August für die Vereinigten Staaten von Amerika.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 19. bis 25. September 2016

Freitag
03:00 Rede des neuen RBA-Vorsitzenden Philip Lowe.

07:30 – Aktivitätsindex aller Branchen der japanischen Wirtschaft (Capex), ein führender Indikator für die Erhöhung der Produktivität für Juli.

10:30 – Markit-Konjunkturindex für verschiedene Sektoren der deutschen Wirtschaft im September (Vorabveröffentlichung).

11:00 Markit-Konjunkturindex für verschiedene Sektoren der Wirtschaft in der Eurozone für September (Vorabveröffentlichung). Beim Euro und den europäischen Indizes ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen.

20:00 – Bericht der Ölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl aktiver US-Ölbohrplattformen. Wichtiger Indikator für die Aktivität auf dem US-Ölsektor mit maßgeblichem Einfluss auf die Ölpreise. Derzeit beträgt die Anzahl aktiver Ölbohrplattformen in den USA 416. Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 19. bis 25. September 2016




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