In der vergangenen Woche trieben vor allem drei Ereignisse die Märkte an. Eines davon war die TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump, wo Clinton erfolgreicher zu sein schien. Die unterschiedlichen Ansätze der US-Präsidentschaftskandidaten zur Wirtschaftspolitik des Landes beeinflussen die Finanzmärkte. Donald Trump versprach Steuersenkungen für Unternehmen, was das Wirtschaftswachstum und den Dollarkurs antreiben könnte. Clinton wird wahrscheinlich an einer weichen Geldmarktpolitik festhalten, was sich positiv auf den amerikanischen Aktienmarkt auswirken könnte. Bei der ersten TV-Debatte schien Hillary Clinton erfolgreicher als Donald Trump zu sein.

Das zweite wichtige Ereignis war die OPEC-Sitzung in Algerien.

Als Resultat der 6-stündigen Verhandlungen in Algerien teilten die OPEC-Mitglieder mit, dass eine Verringerung der Produktion vereinbart wurde, um ein Überangebot von Öl und Ölprodukten zu vermeiden und den Ölpreis zu stützen. Es wurde beschlossen, dass die OPEC-Länder die Gesamtproduktion auf 32,5-33 Millionen Barrel pro Tag senken werden. Im August betrug die Tagesproduktion 33,2 Millionen Barrel. Die Vereinbarung ist noch nicht abschließend. Die OPEC-Mitglieder haben sich darauf verständigt, mit dem endgültigen Entschluss bis November zu warten.

Rohöl Brent stieg stark an, auf 50,00 $ pro Barrel.

Ein weiteres wichtiges Ereignis war der Kursverfall der Aktien der Deutschen Bank auf ein Rekordtief, das seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr erreicht worden war. Es kam jedoch zu einer Kurserholung, als bekannt wurde, dass der Vergleich mit den US-Behörden nicht so teuer würde wie erwartet. Die Vergleichskosten können ca. 5,4 Milliarden $ erreichen und somit deutlich weniger als die zuvor angenommenen 14 Milliarden $. Schließlich stiegen die Aktien der Deutschen Bank um 6,4 %, was den stärksten Tagesgewinn seit April darstellt. Dies wirkte auf den gesamten Aktienmarkt unterstützend. Die Indizes S&P500 und Nasdaq Composite stiegen am vergangenen Freitag um 0,8 %, der europäische Index EuroStoxx50 stieg um 2,0 %.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 3.-9. Oktober 2016

Die wichtigsten Ereignisse der laufenden Woche sind die Leitzinsentscheidung der RBA (Dienstag um 06:30 GMT+3) und die US-Arbeitsmarktdaten für September (Freitag um 15:30 GMT+3).

Folgende Zahlen und Meldungen werden diese Woche veröffentlicht:

Montag
17:00 (GMT+3) – US-Einkaufsmanagerindex (PMI) der Markit Economics Agency für September. Dieser Index ist ein Indikator für die Geschäftstätigkeit im produzierenden Sektor, der zum BIP beiträgt. ISM-Index der Inflation und PMI des produzierenden US-Sektors für September (die Prognose liegt bei 50,5 gegenüber 49,4 im August, was positive Auswirkungen auf den USD haben sollte).

Dienstag
06:30 – Leitzinsentscheidung der RBA. Aufgrund der schwachen Inflationszahlen verringerte die RBA den Leitzins im August auf das Rekordtief von 1,5 %. Eine Änderung des Leitzinses durch die RBA in dieser Sitzung ist nicht in Sicht. Die RBA wird jedoch im Grunde an einer weichen Geldmarktpolitik festhalten.

12:00 – Erzeugerpreisindex in der Eurozone für August.

23:30 – Das American Petroleum Institute (API) veröffentlicht seinen Bericht über die Änderungen bei den US-Ölvorräten in der letzen Woche.

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Mittwoch
03:30 – Einzelhandelsumsatz in Australien für August.

10:15 - Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor von Spanien für September von Markit Economics. Dieser Index bemisst das Geschäftsklima im Dienstleistungssektor und kann sich auf den Eurokurs auswirken.

11:00 - Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor der Eurozone für September von Markit Economics. Dieser Indikator kann den Euro beeinflussen. Laut Prognose wird der Indexstand bei 52,1 liegen.

15:15 - ADP Arbeitslosenquote im privaten Sektor der USA für September. In der Regel hat dieser Bericht einen großen Einfluss auf den Markt und den USD. Es gibt jedoch keine direkte Korrelation mit den Non-Farm-Payrolls. Bei der Anzahl der Beschäftigten im privaten Sektor ist ein Absinken von 12.000 auf 165 000 gegenüber 177 000 im August zu erwarten.

15:30 – US-Handelsbilanz für August.

16:45 – US-Geschäftsklimaindex (PMI) für den Dienstleistungssektor für September von Markit Economics. Gemessen werden Verkäufe und Arbeitslosenquote. Zudem wird die Entwicklung im Dienstleistungssektor prognostiziert.

17:00 - Geschäftsklimaindex (PMI) des US-Dienstleistungssektors für September von ISM. Die Auftragseingänge bei der US-Industrie für August sind ein Indikator zur Bestimmung der Konjunktur im produzierenden Sektor.

17:30 – Das US-Energieministerium veröffentlicht Daten über Änderungen der US-Vorräte von Öl und Ölprodukten in der vergangenen Woche.

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Donnerstag
03:30 – Australische Außenhandelsbilanz für August.

10:15 – Schweizer Verbraucherpreisindex (CPI) für September. Dieser Index ist ein wichtiger Indikator für die Inflation und Änderungen der Kaufgewohnheiten im Lande. Die Prognose liegt bei +0,2 % gegenüber -0,1 % im August.

14:30 – Bericht über die EZB-Sitzung zur Geldmarktpolitik und die Änderungen der Finanz-, Wirtschafts- und Geldmarktpolitik der EZB.

15:30 – Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung in den USA in der vergangenen Woche. Die Zahl der Vorwoche beträgt 254 000.

Freitag
11:30 – Einige wichtige Zahlen aus dem Vereinigten Königreich für August, darunter die Industrieproduktion, Produktion des herstellenden Sektors und die Außenhandelsbilanz. Beim Pfund und beim Index FTSE100 der Londoner Börse kann es zu erhöhter Volatilität kommen.

15:30 Daten zum US-Arbeitsmarkt für September, darunter die Anzahl neu entstandener Jobs außerhalb des Landwirtschaftssektors (Non-Farm Payrolls). Laut Prognose wird der Index bei 176 000 gegenüber 151 000 im August liegen. Für die Arbeitslosenquote in den USA wird keine Änderung erwartet, sie soll weiterhin bei 4,9 % bleiben. Auch die durchschnittlichen Stundenlöhne werden bekanntgegeben. Im August stieg dieser Index um 2,4 %. Diese Zahlen beeinflussen die Geldmarktpolitik der US Fed sowie die Inflation und das BIP.

15:30 – Arbeitsmarktzahlen aus Kanada für September, darunter auch die Arbeitslosenquote.

17:00 BIP-Wachstum von NIESR. Mit diesem Index wird das Wirtschaftswachstum der letzten drei Monate im Vereinigten Königreich bestimmt. Der Bericht wird vor der Veröffentlichung der offiziellen BIP-Daten bekanntgegeben und kann sich auf die Geldmarktpolitik der Bank of England auswirken. Die Volatilität bei Pfund-Paaren kann ansteigen.

20:00  Bericht der Ölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl aktiver US-Ölbohrplattformen. Wichtiger Indikator für die Aktivität auf dem US-Ölsektor mit maßgeblichem Einfluss auf die Ölpreise. Derzeit beträgt die Anzahl aktiver Ölbohrplattformen in den USA 425.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 3.-9. Oktober 2016




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