Wie wir bereits erfahren haben, hat die EZB den Leitzins nicht verändert. EZB-Präsident Mario Draghi teilte mit, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm erweitern könnte. Dieses hat derzeit einen Umfang von 80 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn hat der Euro deutlich an Wert verloren. Der Kurs des Währungspaares EUR/USD sank um mehr als 350 Punkte oder 40 %.

Rege Verkäufe des Währungspaares EUR/USD, dem meistgehandelten Währungspaar der Welt, haben zu einer Aufwertung des USD gegenüber anderen Währungen geführt. Laut CME Group beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung in den USA im Dezember 74 %, was ebenfalls zu einem Anstieg des USD beiträgt.

Jüngste Anmerkungen von Fed-Mitarbeitern lassen auch darauf schließen, dass die US-Notenbank den Leitzins vor Jahresende erhöhen könnte.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 24.-30. Oktober 2016

Folgende Meldungen und makroökonomischen Daten sind in dieser Woche von Bedeutung:

Montag
10:00 (GMT+3) – Markit Geschäftsindex für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe in Deutschland (Einkaufsmanagerindex (PMI)) für Oktober. Der PMI ist ein aussagekräftiger Indikator für die Geschäftslage und die Verfassung der Wirtschaft. Wenn der Index den Wert von 50 übersteigt, ist dies ein positiver Faktor für den EUR.

11:00 – Markit PMI Index für den Dienstleistungssektor und das herstellende Gewerbe der Eurozone im Oktober.

15:30 – Nationaler Aktivitätsindex der Chicago Fed für wirtschaftliche Aktivität und Inflationsrisiken. 16:05 – Reden der US-Fed-Repräsentanten William Dudley und James Bullard.

16:45 – PMI Einkaufsmanagerindex des produzierenden Gewerbes in den USA für Oktober. Der Index ist ein wichtiger Indikator für die allgemeine Lage der US-Wirtschaft. Im Vormonat befand sich der Index auf dem Stand von 51,5.

18:15 – Rede des SNB-Präsidenten Thomas Jordan. Durch seine Rede kommt es üblicherweise zu einer erhöhten Volatilität beim CHF, da sich die Trader Hinweise auf die zukünftigen Pläne der SNB-Geldpolitik erhoffen. Die Notenbank hält an der lockeren Geldmarktpolitik des Landes beständig fest und ist davon überzeugt, dass die Landeswährung überbewertet ist. Für den Fall, dass der Kurs der Landeswährung stark ansteigt, behält sich die Notenbank eine Intervention auf dem Währungsmarkt vor. Interventionen gibt die SNB weder vorher noch im Nachhinein bekannt. In jüngster Zeit hat der Franken seinen Stellenwert als sichere Währung verloren. Die Möglichkeit einer Intervention hindert den Franken an Kursanstiegen.

20:30 – Rede des Fed-Repräsentanten Charles Evans.

21:00 – Rede des Fed-Repräsentanten Jerome Powell. Zeitgleich kann die Volatilität auf den Finanzmärkten ansteigen.Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 24.-30. Oktober 2016

Dienstag
11:00 – IFO-Indizes für Geschäftsaussichten und Geschäftsklima in Deutschland für Oktober. Diese Indizes gehören zu den führenden Indikatoren der aktuellen wirtschaftlichen Lage und ihren Aussichten in Deutschland. Ein Anstieg der Indizes führt regelmäßig zu einem Aufwärtstrend beim EUR.

16:00 – Hauspreisindex der USA für August.

17:00 – US-Konsumklimaindex für Oktober. Die Prognose liegt bei 102,0.

17:30 – Rede des Präsidenten der Bank of England, Mark Carney. Nach dem Brexit sind ein Rückgang des britischen Wirtschaftswachstums und ein höheres Defizit bei der Zahlungsbilanz möglich. Andererseits legen andere Wirtschaftsindikatoren im Vereinigten Königreich eine Verbesserung der britischen Wirtschaftslage nahe. Die weitere Vorgehensweise der Bank of England in der Zukunft ist unklar. Die Marktteilnehmer erwarten, dass Mark Carney in dieser Hinsicht Licht ins Dunkel bringen wird. Während seiner Reden steigt die Volatilität meist stark an.

18:30 – Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghi. Bei seinen Reden, die nach den EZB-Sitzungen zur Geldmarktpolitik stattfinden, kommt es auf den Finanzmärkten meist zu einer hohen Volatilität. Andere Reden haben in aller Regel eine geringere Volatilität zur Folge. Beim Handel auf dem Devisenmarkt ist jedoch Vorsicht gefragt.

23:30 – Wöchentlicher Bericht des American Petroleum Institute (API) über die Rohöllagerbestände der vergangenen Woche in den USA.Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 24.-30. Oktober 2016

Mittwoch
03:30 – Wichtige australische Inflationsindizes für das 3. Quartal (Verbraucherpreisindex und Kerninflationsindex). Die Indizes haben einen großen Einfluss auf die Leitzinsentscheidung der RBA. Hohe Indexwerte sind ein positiver Faktor für den AUD. Die Prognose beträgt 1,1 % auf Monatssicht und 1,7 % auf Jahressicht.

09:00 – Deutscher Verbrauchervertrauensindex für November.

15:30 – US-Handelsbilanz für September. Die Erhöhung beim Export und die sinkende Importzahl werden für einen Überschuss sorgen, was für den USD einen positiven Faktor darstellt.

16:45 – Markit gemeinsamer US-Index für wirtschaftliche Lage und die wirtschaftliche Lage des Dienstleistungssektors für Oktober.

17:00 – Verkäufe neuer Häuser in den USA im September.

17:30 – Das US-Energieministerium veröffentlicht seinen wöchentlichen Bericht über die Lagerbestände von Öl und Ölprodukten in den USA.

Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 24.-30. Oktober 2016

Donnerstag
00:45 – Neuseeländische Daten zu Export/Import und Handelsbilanz für September.

09:00 – UBS-Konsumindikator in der Schweiz für September. Der Index besteht aus fünf Komponenten: Verkauf neuer Fahrzeuge, Aktivität im Einzelhandel, Anzahl reservierter Übernachtungen in schweizerischen Hotels, Verbraucherstimmung und Kreditkartentransaktionen.

11:30 – Vorläufiges britisches BIP für das 3. Quartal. Ein Anstieg des BIP wäre in positiver Faktor für das GBP. Das britische GDP bleibt auf Jahressicht eines der höchsten der Welt. Auf Jahressicht wird ein Anstieg des Index um 2,1 % erwartet. Der führende Sektor der britischen Wirtschaft ist der Dienstleistungssektor (75 % des BIP), gefolgt vom Finanzsektor mit 27,7 % des BIP. Das Land gehört zu einem der weltweit wichtigsten Finanzzentren und ist für 10 % des weltweiten Exports von Dienstleistungen verantwortlich (Banken, Versicherungen, Broker, Unternehmensberatung, Software). Ein BIP-Rückgang könnte die Bank of England zur Leitzinssenkung im Vereinigten Königreich zwingen. In einem solchen Fall würde das Pfund stärker unter Druck geraten. Die wichtigsten Faktoren, die die Bank of England zur Leitzinssenkung bewegen könnten, wären Rückschläge beim BIP und dem Arbeitsmarkt sowie eine niedrige Inflationsrate im Vereinigten Königreich.

15:30 – Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht seinen wöchentlichen Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Falls es zu einer höheren Prognose kommt, wird dies für den USD ein negativer Faktor darstellen. Der vorherige Index lag bei 260 000.

15:30 Bestellungen für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA im September. Die Prognose lag bei +1,0 %.

17:00 – Bericht über ausstehende Hausverkäufe in den USA im September.Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 24.-30. Oktober 2016

Freitag
02:30 – Makroökonomische Daten aus Japan, darunter die Arbeitslosenquote für September (die Prognose liegt bei 3,1 %), Haushaltsausgaben für September (Prognose: 3,0 %). Auf dem Markt wird eine erhöhte Volatilität erwartet.

03:00 – RBNZ-Index des Geschäftsklimas für Oktober. Ein höherer Indexwert zeugt von höheren Geschäftsinvestitionen und somit positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum des Landes.

04:00 – Verkauf neuer Häuser in Australien im Oktober. Dieser Indikator ermöglicht einen Überblick über den Immobilienmarkt. Eine Erhöhung der Verkaufszahlen kann die RBA davon abhalten, die Zinssätze zu senken. Daher ist dies ein positiver Faktor für den AUD. Sinkende Verkaufszahlen sind entsprechend ein negativer Faktor.

04:30 – Erzeugerpreisindex Australiens für das 3. Quartal.

09:45 – Französisches BIP für das 3. Quartal.

10:00 – KOF-Leitindikator Schweiz für Oktober.

10:00 – Spanisches BIP für das 3. Quartal.

12:00 – Verbraucherpreisindex, Index des wirtschaftlichen Vertrauens in der Eurozone im Oktober.

15:00 – Vorläufiger Verbraucherpreisindex in Deutschland für Oktober.

15:30 – Jährliches US-BIP für das 3. Quartal. Die Prognose beträgt +2,7 %. US BIP-Preisindex für das 3. Quartal. Dieser Inflationsindikator beeinflusst die Leitzinsentscheidung. Die Prognose liegt bei +1,3 %. Preisindex der Verbraucherausgaben und Hauptindex der persönlichen Verbraucherausgaben in den USA im 3. Quartal sind bedeutende Inflationsindikatoren. Die Prognosen liegen bei +1.3 % bzw. +1.6 %.

20:00 – Bericht der Erdölgesellschaft Baker Hughes über die Anzahl aktiver Bohrplattformen in den USA. Wichtiger Indikator für die Aktivität im US-Ölsektor. Dieser Bericht kann große Auswirkungen auf die Ölpreise haben. Derzeit beträgt die Anzahl aktiver Bohrplattformen in den USA 443.Wöchentlicher Bericht für den Zeitraum 24.-30. Oktober 2016




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